Schiedsrichter-Patzer überschattet Bayerns Remis in Leverkusen – VAR wieder in der Kritik
Mathias Hering"Kein Spatz in der Luft": Bayern ärgerlich nach Roter Karte für Díaz - Schiedsrichter-Patzer überschattet Bayerns Remis in Leverkusen – VAR wieder in der Kritik
Bayern Münchens 1:1 bei Bayer Leverkusen wird von umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen überschattet
Das 1:1 des FC Bayern München bei Bayer Leverkusen geriet durch umkämpfte Schiedsrichterentscheidungen in den Hintergrund, die beide Mannschaften frustriert zurückließen. Schiedsrichter Christian Dingert gab später zu, sich bei der Roten Karte gegen Luis Díaz geirrt zu haben, während Leverkusen zudem zwei Tore aberkannt wurden. Spieler und Trainer beider Teams stellten während der gesamten Partie die Spielführung infrage.
Die Kontroversen begannen früh, als Jonathan Tahs Tor in der 26. Minute für Leverkusen nicht gegeben wurde. Die Verärgerung wuchs weiter, als Nicolas Jackson in der 42. Minute des Feldes verwiesen wurde – eine Entscheidung, die Bayern nicht anfocht.
In der zweiten Halbzeit glaubte Harry Kane, Bayern in der 61. Minute in Führung gebracht zu haben, doch das Tor wurde nach VAR-Eingriff aberkannt. Der Ball hatte zuvor seinen Arm getroffen, als er einen Abwehrversuch blockierte. Bayerns Torhüter Sven Ulreich kritisierte die Entscheidung als zu hart.
Der umstrittenste Moment ereignete sich in der 84. Minute, als Díaz die zweite Gelbe Karte sah. Weder die Bayern-Spieler noch das Trainerteam verstanden die Entscheidung, Joshua Kimmich beteuerte, Díaz habe nicht geschauspielert. Auch Leverkusens Trainer Vincent Kompany und Verteidiger Tah zeigten sich verwirrt. Nach Sichtung der Bilder räumte Dingert später seinen Fehler ein.
Das Spiel endete mit unzufriedenen Mannschaften, insbesondere wegen Díaz' Platzverweis und Leverkusens aberkannter Tore. Zwar akzeptierte Bayern Jacksons Rote Karte, doch die anderen Entscheidungen ließen Spieler und Trainer nach Klarheit suchen. Der Vorfall heizt die anhaltende Debatte über die Rolle des VAR bei umstrittenen Szenen weiter an.