23 March 2026, 06:23

Sechs Pioniere kämpfen um den CO₂-Innovationspreis 2026 mit bahnbrechenden Technologien

Balkendiagramm, das die CO2-Emissionen in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Sechs Pioniere kämpfen um den CO₂-Innovationspreis 2026 mit bahnbrechenden Technologien

Sechs Unternehmen konkurrieren in diesem Jahr um den Innovationspreis "Beste CO₂-Nutzung 2026" auf der CO₂-Based Fuels and Chemicals Conference. Die Veranstaltung, die vom 28. bis 29. April in Köln und online stattfindet, präsentiert wegweisende Technologien, die Kohlendioxid in nützliche Materialien verwandeln. Organisiert wird die Konferenz vom nova-Institut und CO₂ Value Europe, gesponsert von Yncoris. Der Preis würdigt industrielle Lösungen, die CO₂ als Rohstoff wiederverwerten.

Die nominierten Technologien decken ein breites Anwendungsspektrum ab. Dazu gehören elektrochemische Umwandlungsverfahren, die direkte Abscheidung von CO₂ aus der Luft (Direct Air Capture, DAC) sowie kombinierte Systeme zur Abscheidung und Synthese. Jeder Ansatz zielt darauf ab, Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig wertvolle Produkte zu schaffen.

Das Unternehmen OCOchem setzt mit seinem Carbon FluX Electrolyzer CFX 400 abgetrenntes CO₂ und Wasser in Ameisensäure oder Kaliumformiat um. Das System basiert auf Elektrokatalyse und läuft über 1.200 Stunden stabil. Diese Chemikalien dienen als nachhaltige Alternativen in verschiedenen Branchen.

CERT Systems nutzt sein Air-to-Chemicals-Verfahren, um atmosphärisches CO₂ in Ethylen umzuwandeln – einen Grundbaustein für Kunststoffe und Kraftstoffe. Das Verfahren produziert zudem nachhaltigen Flugkraftstoff (Sustainable Aviation Fuel, SAF) mit minimalem CO₂-Fußabdruck. Die hergestellten "Drop-in"-Materialien lassen sich direkt als Ersatz für fossile Äquivalente einsetzen.

CYNio spezialisiert sich auf die Herstellung von Isocyanaten aus CO₂ und erweitert so die Möglichkeiten für nachhaltige Klebstoffe, Beschichtungen und Pharmazeutika. Die Technologie schließt Marktlücken für umweltfreundlichere chemische Alternativen und verringert die Abhängigkeit von herkömmlichen, kohlenstoffintensiven Produktionsmethoden.

ICODOS hat ein modulares System für die Herstellung von E-Methanol entwickelt, das CO₂-Abscheidung mit einer durch Solar- und Windenergie betriebenen Synthese kombiniert. Durch die Nutzung fluktuierender erneuerbarer Energien sinken die Kosten. Dieser Ansatz macht E-Methanol zu einem wettbewerbsfähigen, kohlenstoffarmen Kraftstoff für Verkehr und Industrie.

Die Direct Carbon Utilisation-Technologie von Aerleum verwandelt CO₂ – ob aus der Luft oder industriellen Quellen – in E-Methanol und andere hochwertige Produkte. Die daraus gewonnenen Kraftstoffe und Chemikalien kommen in Branchen wie Luftfahrt, Schifffahrt und Bauwesen zum Einsatz. Das Verfahren bietet eine skalierbare Methode, um Abfallkohlenstoff in nutzbare Ressourcen umzuwandeln.

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Zu den früheren Einreichungen für den Preis zählten kohlenstoffbasierte Batteriematerialien, aus CO₂ hergestellte Polyurethane und fortschrittliche elektrochemische Prozesse. Diese Innovationen zeigen das wachsende Potenzial von CO₂ als Rohstoff für die industrielle Produktion.

Die sechs Finalisten werden ihre Technologien auf der anstehenden Konferenz in Köln vorstellen. Ihre Lösungen unterstreichen die Fortschritte bei der Umwandlung von CO₂ in Kraftstoffe, Chemikalien und Materialien mit geringerem ökologischem Fußabdruck. Die Preisträger werden nach Kriterien wie Innovationsgrad, Skalierbarkeit und praktischer Anwendbarkeit ausgewählt.

Quelle