Siegen plant nachhaltiges Gewerbegebiet Martinshardt II bis 2028
Siegen treibt die Pläne für ein neues Gewerbegebiet mit dem Namen Martinshardt II voran. Das Areal entsteht in der Nähe von Martinshardt I im Leimbachtal und soll die industrielle Kapazität der Stadt erweitern. Bürgermeister Steffen Mues bezeichnete das Projekt als zentralen Baustein der langfristigen Wirtschaftsstrategie Siegens.
Das neue Gewerbegebiet wird eine Fläche umfassen, die in etwa der kombinierten Größe von Martinshardt I und dem Oberen Leimbachtal entspricht. Um das Gelände optimal zu nutzen, sind neun Plattformen unterschiedlicher Größe geplant, die durch Böschungen aus bewehrter Erde gestützt werden.
Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt der Planung: Geplant sind Photovoltaikanlagen, energieeffiziente Heizsysteme sowie begrünte Dächer und Fassaden. Ziel ist es, eine klimafreundliche und ressourcenschonende Industriezone zu schaffen – mit besonderem Fokus auf nachhaltige Wärme- und Energieversorgung.
Stadtbaurat Henrik Schumann wies auf die anstehenden Herausforderungen hin, darunter Umweltverträglichkeitsprüfungen und Infrastrukturmaßnahmen. Bei Zustimmung des Stadtrats könnten die Baurechte bis 2026 gesichert werden. Die Erschließung des Gebiets würde dann weitere zwei Jahre in Anspruch nehmen, sodass voraussichtlich 2028 das erste Unternehmen mit dem Bau beginnen könnte.
Das Projekt richtet sich vor allem an innovative Betriebe und mittelständische Unternehmen. Die Verantwortlichen erhoffen sich dadurch neue Ansiedlungen in der Region und die Schaffung von Arbeitsplätzen.
Martinshardt II soll die industrielle Basis Siegens stärken – und zwar unter strenger Einhaltung ökologischer Standards. Der Zeitplan hängt von der Ratsentscheidung ab, mit einem möglichen Baubeginn ab 2028. Die nachhaltige Ausrichtung des Gebiets und die Arbeitsplatzperspektiven bilden das Herzstück der städtischen Wirtschaftsförderung.






