Soester Kirmes zwischen Jubel und Gewalt: 13 Körperverletzungen und Festnahmen am zweiten Tag
Slavko HartungSoester Kirmes zwischen Jubel und Gewalt: 13 Körperverletzungen und Festnahmen am zweiten Tag
Zweiter Tag der Soester Allerheiligenkirmes: Große Besucherzahlen, aber auch gewalttätige Zwischenfälle und Festnahmen
Bei strahlendem Wetter lockte die Soester Allerheiligenkirmes am zweiten Tag zahlreiche Besucher an. Doch die Veranstaltung wurde auch von mehreren gewalttätigen Vorfällen und Festnahmen überschattet. Bis Donnerstagabend meldete die Polizei 13 Körperverletzungen, einen Raubüberfall und zahlreiche Platzverweise vom Gelände.
Einer der schwerwiegendsten Vorfälle ereignete sich in der Severinstraße, wo ein 25-jähriger Mann aus Osnabrück schwere Verletzungen erlitt. Ein unbekannter Angreifer warf nach einem vorherigen Streit eine Glaskaraffe auf ihn. Das Opfer wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht; die Polizei fahndet weiterhin nach dem Täter.
Auch ein 37-jähriger Rettungssanitäter wurde von einem 25-jährigen Mann aus Paderborn angegriffen – ausgerechnet von einem Patienten, den er zuvor medizinisch versorgt hatte. Der Angreifer wurde später festgenommen.
In einem weiteren Fall wurde ein 62-jähriger Mann aus Anröchte vorläufig wegen Raubes festgenommen. Nach einem Streit über sein Wechselgeld griff er sich Geld aus der Kasse einer Gaststätte. Die Beamten nahmen ihn kurz darauf in Gewahrsam.
In einem anderen Vorfall soll einer 21-jährigen Frau aus Delbrück auf dem Kirmesgelände mutmaßlich K.-o.-Tropfen verabreicht worden sein. Sie wurde in einem Krankenhaus medizinisch behandelt; die Ermittlungen dauern an.
Bis zum Ende des Tages waren 20 Personen vom Kirmesgelände verwiesen worden. Drei Personen wurden in Polizeigewahrsam genommen, um weitere Straftaten zu verhindern.
Trotz der Zwischenfälle ging die Kirmes weiter, während die Polizei mit sichtbarer Präsenz für Ordnung sorgte. Die Behörden haben noch keine Beschreibungen aller Tatverdächtigen veröffentlicht. Die Ermittlungen zu den Vorfällen laufen weiterhin.






