Solarförderung in Gefahr: Warum kleine Dachanlagen jetzt kämpfen müssen
Mathias HeringSolarförderung in Gefahr: Warum kleine Dachanlagen jetzt kämpfen müssen
Eine neue Studie warnt, dass geplante Änderungen bei den Solarstrom-Fördergeldern kleine Photovoltaik-Projekte hart treffen könnten. Ökonomen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln haben die Auswirkungen einer Streichung der Einspeisevergütung für Dach-Solaranlagen analysiert. Ihre Erkenntnisse wurden diese Woche in Zeitungen der Funke-Mediengruppe veröffentlicht.
Die Untersuchung wurde von Andreas Fischer und Ralph Henger im Rahmen des Kopernikus-Projekts Ariadne durchgeführt. Der Bericht zeigt die Risiken für die Wirtschaftlichkeit kleiner Solaranlagen auf Gebäuden auf. Auslöser ist ein Vorstoß von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU).
Reiche plant, die EEG-Einspeisevergütung für kleine Solaranlagen abzuschaffen. Diese Vergütung ermöglicht es derzeit Hausbesitzern und Unternehmen, durch die Einspeisung von Überschussstrom ins Netz Geld zu verdienen. Ohne sie, so die Studie, könnten viele Kleinprojekte Schwierigkeiten haben, die Gewinnschwelle zu erreichen.
Die Streichung der Förderung würde die wirtschaftliche Tragfähigkeit von Dach-Solaranlagen direkt beeinträchtigen. Betreiber kleiner Anlagen müssten mit geringeren Renditen rechnen. Die Studienergebnisse erhöhen nun den Druck in der Debatte um die deutsche Erneuerbare-Energien-Politik.






