Solingen ringt um Lösungen für Obdachlose unter der Ohligser Unterführung
Alexander MälzerSolingen ringt um Lösungen für Obdachlose unter der Ohligser Unterführung
Ohligs' Bezirksbürgermeister Marc Westkämper wehrt Vorwürfe zurück, er habe einen CDU-Antrag mit Unterstützung der AfD befürwortet. Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Sorgen um Obdachlosigkeit unter der Ohligser Unterführung in Solingen. Westkämper betont, dass Lösungen nur durch die Zusammenarbeit aller politischen Kräfte gelingen können.
Die Dringlichkeit des Themas nimmt zu, da die winterlichen Bedingungen die Gesundheit und das Leben der Menschen gefährden, die auf der Straße schlafen. Der Bezirksbürgermeister fordert unverzügliche Maßnahmen, um schwere Erkrankungen oder Todesfälle unter Obdachlosen zu verhindern.
Die CDU hat offiziell beantragt, die Unterstützung für Menschen ohne Wohnungen auf der nächsten Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Gemeinschaftsteilhabe zu thematisieren. Zudem hat sie für den 19. Februar einen Runden Tisch organisiert, um konkrete Schritte zu erörtern. Westkämper begrüßt diese Initiativen, macht jedoch deutlich, dass keine einzelne Partei das Problem allein lösen könne.
Wiederholt hat er alle Fraktionen im Bezirksrat aufgefordert, an einem Strang zu ziehen. Sein Credo: Die Hilfe für Obdachlose und die Berücksichtigung der Anliegen der Anwohnerinnen und Anwohner müssten Hand in Hand gehen. Trotz dieses Appells an die Einheit gibt es jedoch keine offiziellen Zahlen darüber, wie viele Menschen derzeit unter der Unterführung leben.
Mit Blick auf die Zukunft hofft Westkämper, dass die Sitzung des Bezirksrats Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid am 23. Februar zu einem gemeinsamen Plan führt. Er bleibt für Gespräche mit allen politischen Gruppen offen und argumentiert, dass nur eine kollektive Verantwortung die Lebensbedingungen verbessern könne. Sein Fokus liegt darauf, schutzbedürftige Menschen zu unterstützen und gleichzeitig die Stabilität im Stadtteil zu wahren.
Die anstehenden Treffen werden zeigen, ob Solingens politische Kräfte sich auf eine gemeinsame Strategie verständigen können. Westkämpers Aufruf zur Einheit unterstreicht die Notwendigkeit schneller und abgestimmter Maßnahmen, bevor sich die winterlichen Bedingungen weiter verschärfen. Ohne verlässliche Daten zur Zahl der Obdachlosen bleibt die Planung wirksamer Hilfen jedoch eine Herausforderung.
Westkämper bestreitet AfD-Hintertür-Vorwürfe und konzentriert sich auf Obdachlosenhilfe
Einen Tag nach der Veröffentlichung des Artikels ging Marc Westkämper in einem Radio-Interview (13. Februar 2026) auf die Kritik der Grünen ein. Er wies Vorwürfe einer AfD- 'Hintertür' im CDU/SG Zukunft-Vorschlag zurück und betonte, dass der Fokus auf der Unterstützung von Obdachlosen liegen müsse. Westkämper betonte, dass politische Gräben nicht die dringende Notwendigkeit einer Lösung für die Krise unter der Ohligser Unterführung überschatten sollten.