21 March 2026, 00:33

Solinger Kirchenkreis beschließt Zukunftsplan bis 2035 mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Jugendarbeit

Ausführliches Architekturblatt aus dem 17. Jahrhundert mit zahlreichen Fensterdetails, einschließlich Grundrissen und Textanmerkungen.

Solinger Kirchenkreis beschließt Zukunftsplan bis 2035 mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Jugendarbeit

Der Kirchenkreis Solingen der Evangelischen Kirche hat seine langfristigen Pläne für Kirchen und Gemeindegebäude vorgelegt. Auf einer jüngsten Synode wurden wegweisende Entscheidungen getroffen, welche Standorte über das Jahr 2035 hinaus genutzt werden sollen. Im Mittelpunkt stehen dabei Nachhaltigkeit, Sanierungen und die Anpassung an zukünftige Bedürfnisse.

Über 70 Synodale stimmten einstimmig für die Annahme der Kernelemente des Plans bis 2027. Die Vorschläge umfassen klimaneutrale Betriebsabläufe, notwendige Sanierungsmaßnahmen sowie Lösungen für Gebäude ohne langfristige Nutzungsperspektive. Superintendentin Dr. Ilka Werner begrüßte das Ergebnis als "solide Grundlage für die kommenden Jahre".

Sieben Kirchen und Gemeinschaftszentren bleiben mindestens bis 2035 in Betrieb, darunter die Apostelkirche, Erlöserkirche, Friedenskirche, Auferstehungskirche, Christus-Kirche, Pauluskirche und das Gemeinschaftszentrum Ohligs. Zudem werden die Stadtkirche Ohligs, Walder Kirche, Gräfrather Kirche und Dorper Kirche erhalten und energetisch saniert. An mindestens einem dieser Standorte sollen gezielt Räumlichkeiten für die Jugendarbeit entstehen.

Eine Arbeitsgruppe unter Leitung des ehemaligen Stadtdirektors Hartmut Hoferichter bereitete die Entscheidungsgrundlage vor. Ihr Bericht betonte die Notwendigkeit einer zentralen Koordination bei der Sanierungsplanung, wobei die einzelnen Gemeinden weiterhin Mitspracherecht behalten. Klimaneutralität bleibt Priorität – künftige Modernisierungen sollen die Umweltziele erfüllen.

Auch die Zukunft der Stadtkirche Mitte wurde auf der Synode thematisiert. Bis 2027 soll ein neues Nutzungskonzept entwickelt werden. Erste Ideen sehen eine stärkere Verknüpfung mit diakonischen Diensten, innovative spirituelle Formate und eine Rolle als zentraler Begegnungsort für Gemeinde und Stadtgesellschaft vor. Die Zukunft des Standorts Rupelrath mit Christuskirche und Gemeinschaftszentrum bleibt hingegen bis Frühjahr 2027 offen.

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Darüber hinaus sind weitergehende strukturelle Veränderungen im Gange: Der Kirchenkreis Solingen plant die Fusion mit Niederberg und Düsseldorf-Mettmann zu einem größeren Kirchenkreis. Eine gemeinsame Synode im nächsten Jahr soll den Zeitplan für diesen Prozess festlegen. Diskutiert wird zudem, wie die Gemeinden auch im erweiterten Verbund eng zusammenarbeiten können.

Die Beschlüsse der Synode bringen Klarheit darüber, welche Gebäude künftig kirchlich genutzt werden und wie sie sich modernen Anforderungen anpassen sollen. Sanierungen konzentrieren sich auf Energieeffizienz, während neue Nutzungskonzepte die Gemeinschaftsbindung stärken sollen. Als nächste Schritte stehen die Finalisierung der Pläne für die Stadtkirche Mitte sowie eine Entscheidung über den Standort Rupelrath bis 2027 an.

Quelle