19 March 2026, 16:28

Streiks im ÖPNV: NRW-Eltern kämpfen um pünktlichen Schulweg ihrer Kinder

Plakat mit fetter schwarzer Schrift "Schulgeschwindigkeit 25 bei Kindern anwesend" auf einem weißen Hintergrund, erinnert Fahrer an die Einhaltung der Schulgeschwindigkeit.

Streiks im ÖPNV: NRW-Eltern kämpfen um pünktlichen Schulweg ihrer Kinder

Streiks im Öffentlichen Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen erschweren Familien den Schulweg

Die anhaltenden Streiks im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Nordrhein-Westfalen stellen Eltern vor große Herausforderungen, ihre Kinder pünktlich zur Schule zu bringen. Das Bildungsministerium des Landes hat für solche Fälle explizit Fernunterricht verboten – für betroffene Familien bleibt damit kaum Spielraum. Viele kämpfen nun damit, Beruf und Schulbegleitung unter einen Hut zu bringen, wenn Busse und Bahnen ausfallen.

Dabei gilt die Schulpflicht auch dann, wenn Streiks angekündigt sind. Eltern sind in der Pflicht, die pünktliche Ankunft ihrer Kinder zu gewährleisten – doch das ist nicht immer einfach umzusetzen. Manche Haushalte besitzen kein Auto, andere sind auf alleinerziehende Elternteile oder Vollzeitjobs angewiesen, was die Organisation alternativer Transportmittel zusätzlich erschwert.

An der Gesamtschule Rosenhöhe in Bielefeld wurde für ältere Schülerinnen und Schüler zumindest zeitweise Fernunterricht als Lösung vorgeschlagen. Das Ministerium lehnte dies jedoch für die Jahrgangsstufen acht und höher ab. Diese Entscheidung stößt bei einigen Eltern auf Unverständnis: Sie argumentieren, dass strukturierte Online-Stunden in Streikzeiten eine sinnvolle Entlastung bieten würden.

Der lokale Verkehrsbetreiber MoBiel hat zwar zugesagt, den Schülerverkehr während des Freitagstreiks priorisiert zu behandeln. Angesichts des eingeschränkten Angebots sind dennoch Verspätungen und überfüllte Fahrzeuge zu erwarten. Manche Eltern mussten bereits ihre Arbeitszeiten umstellen, um ihre Kinder zu bringen oder abzuholen – eine zusätzliche Belastung im ohnehin stressigen Alltag.

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Da Fernunterricht als Option wegfällt, bleiben Familien kaum Alternativen, um mit den Streikfolgen umzugehen. Die Schulen haben geöffnet, die Anwesenheitspflicht besteht – und so lastet die organisatorische Verantwortung allein auf den Eltern. Ohne flexible Lösungen wird sich für viele die Situation so lange nicht entspannen, bis eine nachhaltige Regelung gefunden ist.

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