11 April 2026, 02:21

Thalia übernimmt Teile der insolventen Stein Media Group – Kartellamt stimmt zu

Altes deutsches Aktienzertifikat mit der Aufschrift 'Louis Spohr - Zweites Deutsches Lieder' mit einem roten Rand und einem weißen Hintergrund.

Thalia übernimmt Teile der insolventen Stein Media Group – Kartellamt stimmt zu

Bundeskartellamt genehmigt Übernahme von Teilen der angeschlagenen Stein Media Group durch Thalia

Das Bundeskartellamt hat den Kauf zentraler Bereiche der krisegeplagten Stein Media Group durch die Thalia Group abgesegnet. Die Entscheidung, die am 18. November bekannt gegeben wurde, folgt auf den Insolvenzantrag der Stein Media im September 2023. Ungeklärt bleibt jedoch, wie es zum Zusammenbruch des traditionsreichen Unternehmens kam – und welche Folgen die Übernahme für den Buchhandel hat.

Die Stein Media Group hatte im September 2023 Insolvenzverfahren eingeleitet. Dies löste Unsicherheit über die Zukunft ihrer Vermögenswerte aus, darunter die historische A. Stein'sche Buchhandlung in Werl. Nun übernimmt die Thalia Bücher GmbH, Teil der Thalia Group, diese Filiale.

Das Bundeskartellamt erteilte nach Prüfung der Wettbewerbsrisiken seine Zustimmung. Präsident Andreas Mundt wies darauf hin, dass Thalia den deutschen Buchhandelsmarkt bereits dominiert – mit rund 570 Standorten in der DACH-Region sowie einem eigenen Online-Shop. Dennoch sah die Behörde in diesem Fall keine größeren Bedenken, da sich die Übernahme auf ein Nischensegment konzentriert: spezialisierte Informationsdienste.

Über ihre Tochtergesellschaft Lehmanns Media GmbH erwirbt Thalia nun Vermögenswerte der Stein'sche Mediengruppe GmbH. Lehmanns ist in diesem spezialisierten Bereich bereits aktiv, in dem Verlage oft direkt an Kunden verkaufen. Das Kartellamt kam zu dem Schluss, dass der Wettbewerb auch nach der Übernahme intakt bleibe.

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Die Übernahme sichert Teile des Geschäfts der Stein Media Group unter dem Dach von Thalia. Der Deal betrifft zwar nur ein kleines, aber wichtiges Segment des Buchhandels – eine unmittelbare Gefahr für den Wettbewerb besteht jedoch nicht. Wie es weitergeht, hängt davon ab, wie Thalia die neuen Assets in ihre bestehenden Strukturen integriert.

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