Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis 2025: Weniger Tote, aber mehr E-Scooter- und Drogenunfälle
Alexander MälzerVerkehrssicherheit im Märkischen Kreis 2025: Weniger Tote, aber mehr E-Scooter- und Drogenunfälle
Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis zeigt 2025 gemischte Entwicklungen
Während die Gesamtzahl der Unfälle im Märkischen Kreis 2025 nahezu unverändert blieb, gab es in einigen Bereichen besorgniserregende Zunahmen. Zwar sank die Zahl der Verkehrstoten, doch bestimmte Risiken wie Unfälle mit E-Scootern und Drogenfahrten stiegen deutlich an.
Im vergangenen Jahr wurden im Kreis 14.343 Verkehrsunfälle registriert – fast genauso viele wie in den Vorjahren. Die Zahl der Todesopfer ging jedoch von elf im Jahr 2024 auf sieben 2025 zurück. Unter den Getöteten war ein 10-jähriges Mädchen aus Ihmert, das bei einem Zusammenstoß ums Leben kam.
Die Unfallzahlen bei Motorradfahrern sanken: Es gab 98 Vorfälle, darunter drei Todesfälle. Schwere Verletzungen gingen insgesamt um 15 Prozent auf 192 Fälle zurück. Leichte Verletzungen nahmen hingegen um 6,4 Prozent auf 945 zu.
E-Scooter-Unfälle stiegen weiter an – 2025 verletzten sich 49 Fahrer. Seit 2020 haben sich schwere Unfälle mit E-Scootern mehr als verdoppelt und erreichten 2023 mit 35 Fällen einen Höchststand. Die häufigsten Verstöße betrafen das Fahren auf Gehwegen (45 Prozent), zu schnelles Fahren (über 20 km/h, 30 Prozent) und das Missachten roter Ampeln (20 Prozent).
Auch auf Schulwegen wurden mehr Kinder verletzt: 2025 stieg die Zahl der verletzten Schüler auf 142 (2024: 128). Hauptursachen für schwere Unfälle blieben überhöhte Geschwindigkeit, Vorfahrtsmissachtung und falsches Abbiegen.
Deutlich zugenommen haben zudem Drogenfahrten: 2025 wurden 1.367 Fahrer auf Drogeneinfluss getestet – ein Anstieg gegenüber 915 im Vorjahr.
Die Zahlen zeigen Fortschritte, aber auch anhaltende Gefahren im Straßenverkehr des Märkischen Kreises. Weniger Tote und schwere Verletzungen deuten auf Verbesserungen hin. Doch die Zunahme von E-Scooter-Unfällen, Kinderverletzungen und Drogenfahrten erfordert dringendes Handeln.