Vermögensverwalter wegen Millionenbetrugs an 39 Anlegern verurteilt
Slavko HartungSuspendierte Strafe für Vermögensverwalter wegen hochspekulativer Investments - Vermögensverwalter wegen Millionenbetrugs an 39 Anlegern verurteilt
Ein Vermögensverwalter ist wegen Betrugs an Anlegern in Höhe von über zwei Millionen Euro verurteilt worden. Das Amtsgericht Münster verkündete am Freitag das Urteil, nachdem der Angeklagte 39 Betrugsfälle eingestanden hatte. Durch seine hochriskanten Investitionen verlor er 2021 das gesamte ihm anvertraute Kundengeld.
Das Verfahren begann, als die Staatsanwaltschaft Nordrhein-Westfalen den Verwalter anklagte, Gelder seiner Kunden veruntreut zu haben. Statt der vereinbarten Anlagestrategien zu folgen, leitete er die Mittel in spekulative Geschäfte um, um eigene finanzielle Verluste auszugleichen. Bis 2021 war jeder investierte Euro verschwunden.
Der Angeklagte gestand die Betrugsvorwürfe ein, die sich auf 39 Einzelfälle erstreckten. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten beantragt. Das Gericht verlängerte diese jedoch über den geforderten Zeitraum hinaus.
Vor dem Urteil hatte der Verwalter bereits zwei Monate seiner Bewährungsstrafe verbüßt. Das endgültige Strafmaß spiegelt sowohl die Schwere der Taten als auch die Entscheidung des Gerichts wider, die von der Anklage vorgeschlagene Strafe zu überschreiten.
Mit dem Urteil endet ein Fall, der für die Anleger mit einem Totalverlust endete. Die Bewährungsstrafe des Verwalters fällt nun länger aus als ursprünglich beantragt. Sämtliche Gelder, die eigentlich für sichere Anlagen bestimmt waren, gingen durch hochriskante Spekulationen verloren.






