Wanderungsströme im Kreis Siegen-Wittgenstein: Vom Zuzug zum Wegzug nach Ostdeutschland
Alexander MälzerWanderungsströme im Kreis Siegen-Wittgenstein: Vom Zuzug zum Wegzug nach Ostdeutschland
Wanderungsbewegungen im Kreis Siegen-Wittgenstein: Vom Zuzug zum Wegzug in die ostdeutschen Bundesländer
Seit der Wiedervereinigung verzeichnet der Kreis Siegen-Wittgenstein einen stetigen Austausch mit Ostdeutschland: Über 12.700 Menschen zogen aus den neuen Bundesländern in die Region, während rund 9.200 in den Osten abwanderten. Doch in den letzten Jahren hat sich der Trend umgekehrt – mittlerweile verlassen mehr Menschen den Kreis in Richtung Osten, als aus dieser Richtung hinzukommen.
Besonders stark war die Zuwanderung 1991, als fast 1.200 Menschen aus Ostdeutschland ankamen – der höchste jährliche Zuzug, der je verzeichnet wurde. Seither pendeln sich die Zahlen ein: Jahr für Jahr ziehen zwischen 200 und 300 Menschen in den Kreis Siegen-Wittgenstein.
Unter den neuen Bundesländern stellt Sachsen-Anhalt die meisten Neuzuwanderer, während aus Mecklenburg-Vorpommern die wenigsten kommen. Doch seit 2020 hat sich die Bilanz gewandelt: Mehr Einwohner verlassen den Kreis in Richtung Ostdeutschland, als von dort hinzukommen.
Die Daten zeigen einen deutlichen Wandel der Migrationsströme über die letzten drei Jahrzehnte. Während die frühen 1990er-Jahre noch von einem spürbaren Zuzug geprägt waren, kehrt sich dieser Trend in jüngster Zeit um. Der Kreis Siegen-Wittgenstein verzeichnet nun einen Nettoverlust an Einwohnern zugunsten der neuen Bundesländer.






