Wie prodemokratische Bündnisse in NRW Bürgerbeteiligung neu beleben
Prodemokratische Bündnisse in ganz Deutschland bringen Gemeinden durch Veranstaltungen und Diskussionen zusammen. In Langenfeld zog eine kürzliche Kundgebung Tausende an, während in Kempen eine bevorstehende Ausstellung und ein interaktiver Austausch die bürgerliche Teilhabe vertiefen sollen. Diese Initiativen spiegeln einen bundesweiten Aufschwung wider: Bis 2026 sind über 300 lokale Demokratieprojekte im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" aktiv.
Das Bündnis "Wir für Demokratie" in Langenfeld hat mit 61 Partnerorganisationen bereits deutliche Spuren hinterlassen. Innerhalb von nur zwei Wochen organisierte es eine prodemokratische Kundgebung mit 4.000 Teilnehmenden. Eva Kirbisch, Mitglied des Bündnisses, betonte, wie wichtig es sei, Demokratie erlebbar zu machen: "Sie muss Spaß machen", um Menschen wirklich einzubinden. Professor Klaus Peter Hufer lobte zudem den zivilgesellschaftlichen Mut der Gruppe und verwies auf die historische Bedeutung des 18. März für Deutschlands demokratischen Weg.
Unterdessen ist das Bündnis "Demokratie – Jetzt!" in Kempen seit seinem Start im Frühjahr 2021 mit acht Gründungsmitgliedern aktiv. Am 6. Mai veranstaltet es im Rathaus ein Dopperevent: die Ausstellung "Die Mütter des Grundgesetzes", die in Kooperation mit dem Thomaeum-Gymnasium entstand, sowie ein "World Café", bei dem in lockerer Atmosphäre Ideen ausgetauscht und Lösungen für demokratische Herausforderungen entwickelt werden sollen.
Diese lokalen Engagements stehen für einen übergreifenden Trend. Erst kürzlich trafen sich in einer Stadt über 100 Bürgerinnen und Bürger, um über den Schutz der Demokratie in Deutschland zu diskutieren – Teil einer wachsenden Bewegung, die vom Bundesprogramm "Demokratie leben!" unterstützt wird.
Die Veranstaltungen in Langenfeld und Kempen zeigen, wie basisdemokratische Bündnisse die öffentliche Teilhabe fördern. Mit Ausstellungen, Diskussionsrunden und Großkundgebungen stärken diese Gruppen das bürgerliche Engagement im ganzen Land. Ihre Arbeit reiht sich ein in ein bundesweites Netzwerk von über 300 Demokratiepartnerschaften, die demokratische Werte im Alltag lebendig halten.






