Wiesbadens berühmte Kürbisskulptur zieht beim Suppenfest um – mit Gesang und Traditionen
Alexander MälzerWiesbadens berühmte Kürbisskulptur zieht beim Suppenfest um – mit Gesang und Traditionen
Beliebte Kürbisskulptur in Wiesbaden findet neues Zuhause beim Kürbissuppenfest
Am vergangenen Samstagmorgen hat eine langjährige Kürbisskulptur in Wiesbaden im Rahmen des Kürbissuppenfests einen neuen Platz gefunden. Das Fest brachte Anwohner zusammen, um Kunst, kulinarische Genüsse und Gemeinschaft zu feiern. Rund zwei Dutzend Besucher tauschten Rezepte aus, genossen selbstgemachte Suppe und bewunderten das ungewöhnliche Kunstwerk.
Die Skulptur entstand erstmals 2004 im Rahmen des Wiesbadener Kunstsommers auf dem Gelände der Dern'schen Anlage. Im Laufe der Jahre entwickelte sie sich durch natürliches Wachstum und künstlerische Eingriffe zu einem jährlichen Zusammenspiel von Natur und gestalterischem Willen. Auf Initiative von Bürgern hin wurde sie später an einen Standort neben dem Wochenmarkt verlegt, wo sie nun dauerhaft zu sehen ist.
In diesem Jahr führte das Fest eine verspielte Tradition ein: Wer eine Schüssel der gespendeten Kürbissuppe erhalten wollte, musste zuvor die Ode an den Kürbis singen – ein Lied, das der Künstler Volker Kutscher eigens für den Anlass komponiert hatte. Unter dem Motto "Geben und Nehmen" wurden Rezepte ausgetauscht, von kleinen Hokkaido-Kürbissen bis hin zu riesigen Zierkürbissen.
Der malerische Churpark bildete eine stimmungsvolle Kulisse für das Fest. Leuchtend orange Kürbisse setzten einen farbenfrohen Kontrast zur historischen Architektur der Umgebung und schufen eine herbstlich-warme Atmosphäre. Die Veranstalter beschrieben die Zusammenkunft als ein Highlight, das Generationen, Kulturen und Geschmacksrichtungen verbindet.
Das Kürbissuppenfest gibt der Skulptur nun nicht nur einen dauerhaften Platz, sondern bewahrt auch ihren künstlerischen und gemeinschaftsstiftenden Geist. Die Besucher gingen mit geteilten Rezepten, einem Hauch von saisonaler Suppe und einer erneuerten Verbundenheit zu lokalen Traditionen nach Hause. Der Erfolg der Veranstaltung deutet darauf hin, dass sie künftig fester Bestandteil des Wiesbadener Kulturkalenders bleiben wird.