Windkraft-Boom im Kreis Gütersloh: Dutzende neue Anlagen in Planung
Windkraft-Boom im Kreis Gütersloh: Dutzende neue Anlagen geplant
Der Kreis Gütersloh bereitet sich auf einen deutlichen Anstieg bei der Errichtung von Windkraftanlagen vor. Neue Regelungen in Nordrhein-Westfalen (NRW) erleichtern den Bau höherer Türme in geringerer Entfernung zu Wohngebieten. Diese Änderung hat zu einem sprunghaften Anstieg der Anträge geführt – Dutzende Projekte befinden sich bereits in der Pipeline.
Aktuell sind im Kreisgebiet 34 Windräder in Betrieb. Doch diese Zahl wird sich mehr als verdoppeln, da Projektentwickler mit neuen Bauvorhaben voranschreiten.
Die Deutsche WindXperts GmbH treibt die Expansion mit 13 neuen Anlagen voran. Das Unternehmen hat bereits alle Genehmigungen erhalten und wird rund 100 Millionen Euro in das Projekt investieren. Die Bauarbeiten sollen etwa neun Monate dauern.
Zehn der neuen Türme entstehen in Harsewinkel, verteilt auf die Ortsteile Greffen (sieben Anlagen) und Marienfeld (drei Anlagen). Die übrigen drei Windräder werden in Herzebrock-Clarholz gebaut, wo bereits drei weitere Anlagen genehmigt sind und zwei auf die endgültige Freigabe warten.
Neben den Vorhaben von WindXperts hat der Kreis in diesem Jahr bereits 18 neue Windkraftanlagen bewilligt – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu nur vier im Jahr 2023. Die meisten neuen Anlagen entstehen in Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz, weitere sind in Rheda-Wiedenbrück, Langenberg und Gütersloh selbst geplant. Zudem wurden 29 zusätzliche Türme beantragt, was die Kapazitäten für erneuerbare Energien im Kreis weiter ausbaut.
Der Boom folgt auf angepasste NRW-Regelungen, die es ermöglichen, Windräder bis zu einer Höhe zu errichten, die dem doppelten Abstand zum nächsten Wohnhaus entspricht. Diese Lockerung hat zusätzliche Flächen für den Ausbau erschlossen und beschleunigt die Entwicklung der Windenergie in der Region.
Sobald die neuen Anlagen fertiggestellt sind, wird sich die Gesamtzahl der Windräder im Kreis Gütersloh deutlich über die bisherigen 34 hinaus erhöhen. Die Expansion spiegelt sowohl die geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen als auch das wachsende Engagement für erneuerbare Energien wider. Mit laufenden Bauprojekten und weiteren Vorhaben im Genehmigungsverfahren steht der Energiesektor des Kreises vor einem tiefgreifenden Wandel in den kommenden Jahren.






