28 March 2026, 20:25

Wissing fordert FDP zu klarem Kurs – nach Wahldebakel und Führungsstreit

Deutsches Propagandaplakat der NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa und Text.

Wissing fordert FDP zu klarem Kurs – nach Wahldebakel und Führungsstreit

Der ehemalige FDP-Politiker Volker Wissing hat die Freien Demokraten aufgefordert, ihre politische Ausrichtung klarer zu definieren. Seine Äußerungen fallen in eine Phase innerparteilicher Debatten über die Zukunft der Partei nach jüngsten Wahlniederlagen.

Wissing, der zuvor als Generalsekretär der FDP amtierte, kritisierte den aktuellen Führungskurs unter Christian Dürr. Er argumentiert, dass die jüngsten Rückschläge der Partei auf mangelnde Klarheit in ihrer politischen Positionierung zurückzuführen seien. Wissing hatte die FDP nach dem Scheitern von Bundeskanzler Olaf Scholz' Ampelkoalition verlassen, blieb jedoch als parteiloser Minister im Amt. Sein Austritt folgte auf Meinungsverschiedenheiten über die Ausrichtung der Partei, die seiner Ansicht nach zu stark nach rechts gerückt sei – ohne dabei Wahlerfolge zu erzielen.

Die FDP hat in jüngsten Landtagswahlen schlechte Ergebnisse eingefahren, darunter Verluste in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, die sie aus den Parlamenten warfen. Dürr, der 2023 den Parteivorsitz übernommen hatte, kündigte nach diesen Niederlagen seinen Rücktritt vom Bundesvorstand an. Eine vollständige Neuwahl des Parteivorstands ist für Mai 2026 geplant.

Innerhalb der FDP fordern Kritiker eine Rückkehr zu einer konsequenteren wirtschaftsliberalen Linie oder ein stärker libertär-konservatives Profil. Einige werfen dem linksliberalen Flügel vor, zu viel Einfluss auszuüben, obwohl unter Dürr keine konkreten inhaltlichen Weichenstellungen vorgenommen wurden. Beim aktuellen Führungskampf treten Dürr und Henning Höne gegeneinander an; die endgültige Entscheidung fällt auf dem Parteitag im Mai.

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Wissing stellte infrage, welche Zukunftsvision die FDP den Wählern bieten wolle. Er warnte, dass die Partei ohne ein klareres Profil weiteren Rückhalt verlieren könnte. Die anstehende Vorstandswahl im Mai wird zeigen, ob die FDP ihre politische Ausrichtung ändert. Dürrs Rückzug folgt auf schwache Wahlergebnisse und erhöht den Druck für einen Neuanfang.

Wissings Kritik unterstreicht die anhaltenden Spannungen darüber, ob die Partei einen stärker wirtschaftsliberalen oder konservativ-libertären Kurs einschlagen soll. Das Ergebnis wird die Strategie der FDP für künftige Wahlen prägen.

Quelle