04 May 2026, 18:31

Zoll zerschlägt illegales Tabaknetzwerk in Coesfeld mit Millionen-Schaden

Deutsches Propagandaplakat mit zwei Männern in Mützen und Zigaretten rauchend

Zoll entdeckt illegale Tabak- und Zigarettenproduktion - Zoll zerschlägt illegales Tabaknetzwerk in Coesfeld mit Millionen-Schaden

Zollbeamte in Nordrhein-Westfalen haben in Coesfeld ein großes illegales Tabaknetzwerk aufgedeckt. Bei einer Razzia stießen die Ermittler auf eine nicht genehmigte Wasserpfeifentabak-Fabrik sowie eine Zigarettenproduktionsstraße, die tausende unversteuerte Waren herstellen konnte. Zwei Tatverdächtige, 45 und 27 Jahre alt, müssen sich nun wegen schwerer Vorwürfe verantworten, nachdem die Behörden Drogen, Waffen und große Mengen an Schmuggelware beschlagnahmt hatten.

Die Ermittlungen begannen mit der Durchsuchung eines Anwesens, das mit dem 45-jährigen Verdächtigen in Verbindung steht. Dort entdeckten die Beamten eine voll funktionsfähige Produktionsanlage, die bis zu 5.600 Zigaretten pro Stunde herstellen konnte. Bereits versandfertig waren 30.000 unversteuerte Plagiat-Zigaretten, während weitere 31.000 Zigaretten und 40 Kilogramm Rauchtabak im Wohnhaus und in der Garage des Beschuldigten versteckt waren.

Zudem beschlagnahmten die Beamten über 130 Kilogramm unversteuerten, gefälschten Wasserpfeifentabak, 15 Kilogramm Feinschnittabak sowie fast 70 Kilogramm weiteren Rauchtabak. Der geschätzte Steuerausfall allein durch diese Produkte beläuft sich auf knapp 55.000 Euro.

Im Haus des 27-jährigen Verdächtigen fanden die Ermittler weitere illegale Waren: gefälschte Potenzmittel, ein verbotenes Messer sowie erhebliche Mengen an Betäubungsmitteln – darunter 3 Kilogramm Captagon und 350 Gramm Marihuana. Der Straßenverkaufswert der beschlagnahmten Drogen übersteigt 122.000 Euro.

Der 45-Jährige wurde inzwischen festgenommen und befindet sich in Untersuchungshaft. Ihm werden Steuerhinterziehung und Steuerbetrug vorgeworfen. Durch die Aktion wurde ein bedeutendes illegales Tabakproduktionsnetz in Coesfeld zerschlagen. Die Behörden haben große Mengen unversteuerter Waren, Drogen und verbotener Gegenstände sichergestellt. Der Fall wird nun durch das Justizsystem weiterverfolgt, wobei den Beschuldigten mehrere Anklagepunkte wegen Betrugs, Steuerhinterziehung und Drogenbesitzes drohen.

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