18 March 2026, 00:55

Zwei Jugendliche überfallen 49-Jährige am Duisburger Naturschutzgebiet

Ein Plakat zeigt eine Gruppe von Menschen auf einem Boden, einer hält eine Waffe, mit Text oben und unten: "Der große Zugraub - Trouching ein Schreckliches Tough".

Zwei Jugendliche überfallen 49-Jährige am Duisburger Naturschutzgebiet

Zwei 15-Jährige wurden nach einem versuchten Raubüberfall auf eine Frau in der Nähe des Duisburger Naturschutzgebiets Sechs-Seen-Platte festgenommen. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstagnachmittag und verließ die 49-jährige Geschädigte verletzt. Die Polizei hat den Fall mittlerweile an die Kriminalinspektion zur weiteren Bearbeitung übergeben.

Die beiden Tatverdächtigen näherten sich der Frau von hinten, würgten sie und versuchten, ihr den Rucksack zu entreißen. Bei dem Handgemenge stürzte das Opfer und zog sich Verletzungen zu.

Die Jugendlichen flüchteten zunächst vom Tatort, wurden jedoch kurz darauf von Beamten gestellt. Beide entsprachen der Beschreibung der Geschädigten und wurden in Gewahrsam genommen. Ihnen drohen nun Anklagen wegen versuchten Raubes und Körperverletzung.

Laut Unterlagen gab es in der Region im vergangenen Jahr keine ähnlichen Vorfälle. Aus Polizeiberichten der Stadt Duisburg und des Landschaftsverbands Rheinland geht hervor, dass zwischen Februar 2025 und Februar 2026 weder versuchte Raubüberfälle noch körperliche Angriffe auf Spaziergänger in der Nähe des Naturschutzgebiets gemeldet wurden.

Der Fall wurde inzwischen an die Kriminalinspektion 13 zur vertieften Untersuchung weitergeleitet. Die beiden Tatverdächtigen bleiben bis auf Weiteres in Gewahrsam. Die Verletzungen des Opfers sowie die genauen Umstände des Angriffs werden Teil der laufenden Ermittlungen sein.

AKTUALISIERUNG

Breitere Kriminalitätstrends in Duisburg

Stadtweite Kriminalitätsdaten zeigen verschobene Muster in Duisburg. Raubüberfälle sanken auf 440 im Jahr 2025 von 472 im Jahr 2024, aber Messerangriffe stiegen scharf auf 361 Fälle. Auch die Mordfälle nahmen zu und erreichten 34 Fälle – doppelt so hoch wie im Jahr 2024. Diese Zahlen stehen im Gegensatz zum Sechs-Seen-Platte-Gebiet, wo keine ähnlichen Vorfälle zwischen Februar 2025 und Februar 2026 gemeldet wurden.