Bayer 04 Leverkusen kämpft um sein neues Trainingszentrum in Monheim am Rhein
Alexander MälzerBayer 04 Leverkusen kämpft um sein neues Trainingszentrum in Monheim am Rhein
Bayer 04 Leverkusen sucht seit einem Jahrzehnt nach einem Standort für ein neues Hochleistungs-Trainingszentrum. Nach der Prüfung von 70 möglichen Standorten entschied sich der Verein für Monheim am Rhein. Die Entscheidung fällt in eine Zeit wachsenden Drucks, die Infrastruktur zu modernisieren, um in der Bundesliga konkurrenzfähig zu bleiben.
Doch die Pläne für den Campus in Monheim am Rhein erlebten immer wieder Rückschläge. Lokale Politiker blockierten das Projekt mehrfach, sodass Leverkusen seine Vorschläge mehrmals zurücknehmen musste. Die aktuelle Planung beschränkt sich nun auf das absolute Minimum, das für den Sport- und Betriebsablauf notwendig ist.
Im Jahr 2025 verschob sich die politische Landschaft, als die regierende Peto-Partei ihre Mehrheit im Stadtrat verlor. Eine neue Koalition übernahm die Macht und lehnte den Campus aus Klimaschutz- und Umweltschutzgründen ab. Dies verschärfte die Spannungen, während die Führung von Bayer AG – darunter Konzernchef Bill Anderson – die Entwicklung öffentlich verfolgte.
Der geplante Campus sollte zehn Fußballplätze, 150 neue Arbeitsplätze sowie Rad- und Joggingwege umfassen. Sportdirektor Simon Rolfes betonte, dass die meisten Bundesliga-Konkurrenten bereits über bessere Anlagen verfügten. Er warnte, dass die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Vereins vom Erfolg des Monheim-Projekts abhänge.
Doch die Pläne für das Trainingszentrum bleiben wegen des lokalen Widerstands in der Schwebe. Ohne Genehmigung droht Leverkusen, im Infrastrukturvergleich weiter zurückzufallen. Der Ausgang des politischen Streits wird entscheiden, ob der Verein Nachwuchstalente fördern und seine Position im deutschen Fußball halten kann.
