30 June 2026, 22:19

Strompreise im Minus: Verbraucher erhalten am Sonntag Geld für ihren Verbrauch

Erstmals negative Strompreise für Endkunden

Strompreise im Minus: Verbraucher erhalten am Sonntag Geld für ihren Verbrauch

Strompreise in Deutschland erreichen am Sonntag historische Tiefststände durch das „Sonnige-Brise“-Phänomen

Zum ersten Mal in diesem Jahr sanken die Strompreise für Kunden mit dynamischen Tarifen am Sonntag ins Negative – Verbraucher erhielten also Geld dafür, dass sie in bestimmten Stunden Strom nutzten.

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Die Großhandelspreise fielen bereits um 9 Uhr morgens unter null und blieben bis 17 Uhr negativ. Der Tiefststand lag bei –250,32 Euro pro Megawattstunde. Besonders profitierten Endkunden in der Kölner Region: Zwischen 13 und 14 Uhr sanken die Nettopreise auf –8,6 Cent pro Kilowattstunde.

In Gebieten mit geringeren Netzentgelten zahlten Tibber-Kunden sogar nur –12 Cent pro Kilowattstunde. Doch die Preise variierten bundesweit stark – je nach lokalen Gebühren lagen sie zwischen 4,9 und 11,6 Cent pro Kilowattstunde. Später am Abend, zwischen 20 und 21 Uhr, stieg der dynamische Tibber-Tarif dann auf 36 Cent pro Kilowattstunde an.

Merlin Lauenburg, Deutschland-Chef von Tibber, erklärte, dass in diesem Sommer mit Rekordwerten bei negativen Strompreisen zu rechnen sei. Im vergangenen Jahr waren die Großhandelspreise bereits 457 Stunden lang negativ – Experten erwarten für 2024 einen ähnlichen Trend, bedingt durch die mangelnde Flexibilität des Marktes.

Das Ereignis markierte einen seltenen Moment, in dem Verbraucher mit dynamischen Tarifen Geld verdienten, indem sie Strom verbrauchten. Da erneuerbare Energien in Spitzenproduktionszeiten das Angebot übersteigen, dürften negative Preise künftig häufiger auftreten.

Quelle