Berentzen korrigiert Umsatzprognose für 2025 nach schwacher Nachfrage und Standortverkauf
Mathias HeringBerentzen fühlt Nachfrageeinbruch bei alkoholischen Getränken - Berentzen korrigiert Umsatzprognose für 2025 nach schwacher Nachfrage und Standortverkauf
Berentzen senkt Umsatzprognose für 2025 nach schwierigem Jahr
Berentzen hat seine Umsatzerwartungen für 2025 nach einem herausfordernden Geschäftsjahr nach unten korrigiert. Das Unternehmen rechnet nun mit einem Höchstumsatz von 169 Millionen Euro – deutlich weniger als bisher prognostiziert. Die Anpassung folgt einem Nachfragerückgang bei alkoholischen Getränken sowie dem Verkauf eines wichtigen Produktionsstandorts.
Im Jahr 2024 verzeichnete Berentzen einen Umsatz von 181,9 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 10,6 Millionen Euro. Ursprünglich hatte das Unternehmen für 2025 noch mit bis zu 178 Millionen Euro gerechnet. Doch der Verkauf des Mineralwasserwerks in Brandenburg im vergangenen Jahr schmälert die erwarteten Einnahmen für das laufende Jahr.
Auch der deutsche Markt für alkoholische Getränke zeigt sich schwächer. Seit 2022 ist die Nachfrage bereits das dritte Jahr in Folge deutlich gesunken. Trotz dieses Trends konnte die alkoholfreie Marke Mio Mio des Unternehmens im Jahr 2025 ein Umsatzplus von 8 Prozent verzeichnen.
Für die Zukunft plant Berentzen, Mio Mio ab 2026 auch in Dosen anzubieten. Finanziel geht das Unternehmen nun von einem operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern zwischen 8,0 und 9,5 Millionen Euro für 2025 aus.
Die überarbeitete Prognose spiegelt sowohl Marktzwänge als auch strategische Weichenstellungen wider. Die gesenkte Umsatzerwartung und die Neuausrichtung des Produktportfolios sollen der rückläufigen Nachfrage nach Alkohol Rechnung tragen. Gleichzeitig deutet das Wachstum von Mio Mio auf eine stärkere Konzentration auf alkoholfreie Getränke in den kommenden Jahren hin.






