Berlin-Britz feiert 100 Jahre Hufeisensiedlung mit viertägigem Kulturfest
Slavko HartungBerlin-Britz feiert 100 Jahre Hufeisensiedlung mit viertägigem Kulturfest
Britz' ikonische Hufeisensiedlung feiert 100-jähriges Jubiläum mit viertägigem Fest
Vom 23. bis 26. Juli 2025 wird die berühmte Hufeisensiedlung in Berlin-Britz mit einem viertägigen Festival ihren 100. Geburtstag begehen. Die Veranstaltung ist Teil der Feierlichkeiten zum 650-jährigen Jubiläum des Bezirks Britz. Die Organisatoren möchten mit dem Fest die nachhaltige Wirkung des visionären Entwurfs der Architekten Bruno Taut und Martin Wagner würdigen.
Die zwischen 1925 und 1930 erbaute Siedlung war ein bahnbrechendes Projekt des sozialen Wohnungsbaus. Mit Gemeinschaftsgärten zur Selbstversorgung und gemeinsamen Freiflächen setzte sie neue Maßstäbe für das städtische Wohnen. Im Laufe der Jahrzehnte gab es zahlreiche Veränderungen: In den 1950er-Jahren wurden die ursprünglichen Kachelöfen durch Zentralheizungen ersetzt, in den 1980ern durften Bewohner erstmals Vorgärten als Parkplätze nutzen, und 1998 folgte die Privatisierung. Heute gehören die 679 Reihenhäuser mehr als 600 Eigentümern, was eine einheitliche Erhaltung erschwert – dennoch trägt die Siedlung seit 2008 den Status eines UNESCO-Weltkulturerbes.
Das Festival bietet ein vielfältiges Programm mit Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und Filmvorführungen. Ein kreativer Workshop unter Leitung von Schülern der Fritz-Karsen-Schule rundet das Angebot ab. Höhepunkt ist am 26. Juli das Hufeisenfest mit Wanderkonzerten und einem gemeinsamen Picknick.
Unterstützt wird die Veranstaltung von Partnern wie Vonovia, dem Landesdenkmalamt Berlin und dem Förderverein Hufeisensiedlung e. V.. Christoph Rauhut, Leiter des Denkmalamts, betonte, dass moderne Wohnsiedlungen wie diese auch ein Jahrhundert später noch frisch und lebendig wirken.
Das Festival unterstreicht die anhaltende Bedeutung der Hufeisensiedlung als Vorbild progressiver Stadtplanung. Durch die Verbindung von historischer Reflexion und Gemeinschaftsaktivitäten spannt es einen Bogen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Gleichzeitig wird die Wichtigkeit bewahrt, solche architektonischen Meisterwerke für kommende Generationen zu erhalten.






