BIWAQ-Initiative bringt 827 Duisburger in Arbeit oder Ausbildung
Alexander MälzerBIWAQ-Initiative bringt 827 Duisburger in Arbeit oder Ausbildung
Die BIWAQ-Initiative in Duisburg hat seit Anfang 2023 Hunderten Anwohnern zu einem Job verholfen. Das Programm, das sich gezielt an Bewohner der Stadtteile Hochfeld und Marxloh richtet, bietet Schulungen, Arbeitsproben und individuelle Beratung an. Bisher wurden 827 Menschen unterstützt, von denen viele eine Anstellung oder eine berufliche Ausbildung fanden.
Seit dem Start im Januar 2023 liegt der Fokus auf Arbeitslosen, insbesondere auf Langzeitarbeitslosen. Von den 827 Teilnehmenden waren 670 ohne Beschäftigung, darunter 417, die länger als ein Jahr ohne Arbeit waren. 735 von ihnen hatten einen Migrationshintergrund – ein Spiegelbild der vielfältigen Gemeinschaften in den beiden Stadtteilen.
Das Programm bietet kostenlose Einzelberatungen, Unterstützung bei der Stellensuche und praktische Arbeitserprobungen. Einige Teilnehmende fanden auch Anstellungen in lokalen Bauprojekten wie der IGA-Entwicklung in Hochfeld. Insgesamt konnten 171 Menschen einen Job beginnen, während weitere 32 eine Berufsausbildung aufnahmen.
Zu den Erfolgsgeschichten zählt ein 52-jähriger Marokkaner, der nun in Vollzeit bei den städtischen Betrieben arbeitet. Eine 40-jährige Syrerin und Mutter von drei Kindern sicherte sich eine Stelle in einer Kindertagesstätte, und ein ukrainischer Ingenieur wurde bei Siemens vermittelt. Diese Beispiele zeigen, wie das Programm Fähigkeiten mit dem lokalen Arbeitsmarktbedarf verbindet.
BIWAQ ist seit April 2026 in 42 deutschen Städten aktiv, mit starker Beteiligung in Metropolen wie Berlin, Hamburg und München. In Nordrhein-Westfalen verzeichnen Städte wie Köln und Düsseldorf hohe Erfolgsquoten – ähnliche Programme erreichen hier Vermittlungsraten von über 70 Prozent.
In Duisburg hat die Initiative bereits messbare Erfolge erzielt: 203 Menschen sind nun in Arbeit oder Ausbildung. Kostenlose Unterstützung und gezielte Arbeitsproben halfen Langzeitarbeitslosen, in den Arbeitsmarkt einzusteigen. Die bundesweite Ausweitung des Programms deutet auf eine wachsende Anerkennung seiner Wirksamkeit in den Kommunen hin.






