Dortmund wartet auf Abschlussbericht zu historischem Missbrauchsfall im Verein
Mathias HeringDortmund wartet auf Abschlussbericht zu historischem Missbrauchsfall im Verein
Borussia Dortmund wartet auf den Abschlussbericht zu einem Missbrauchsfall, der einen ehemaligen Manager des Vereins betrifft. Der Club hatte im November 2025 eine unabhängige Untersuchung in Auftrag gegeben, nachdem neue Vorwürfe bekannt geworden waren. Die Ermittler haben seitdem erhebliche Schritte unternommen, um die Anschuldigungen zu prüfen.
Erste Hinweise auf mögliche Verfehlungen des damaligen Managers waren dem Verein bereits 2010 zu Ohren gekommen, konnten damals jedoch nicht bestätigt werden. Als 2023 weitere Vorwürfe auftauchten, beendete der Club das Arbeitsverhältnis und setzte die Ehrenmitgliedschaft des Beschuldigten aus. Die mutmaßlichen Taten sollen sich zwischen den frühen 1990er- und frühen 2000er-Jahren ereignet haben.
Im November 2025 durchsuchten die Behörden die Wohnung des Verdächtigen. Dabei beschlagnahmten sie elektronische Geräte und Datenträger im Rahmen der Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft Hagen hat die Federführung im Fall übernommen; 23 potenzielle Opfer sind beteiligt.
Borussia Dortmund rechnet damit, dass die unabhängige Untersuchung bis Jahresende abgeschlossen wird. Die Ergebnisse sollen weitere Klarheit über die Missbrauchsvorwürfe bringen. Der Verein hat bereits 2023 Konsequenzen gezogen und alle Verbindungen zum Beschuldigten abgebrochen.
