Dortmunder Polizei startet Kampagne gegen gefährliche E-Scooter-Fahrten
Mathias HeringDortmunder Polizei startet Kampagne gegen gefährliche E-Scooter-Fahrten
Die Dortmunder Polizei hat eine neue Social-Media-Kampagne gestartet, um die steigende Zahl von E-Scooter-Unfällen einzudämmen. Die unter dem Namen E-Scooter-Fails laufende Initiative setzt auf authentisches Videomaterial, um gefährliches Verhalten junger Fahrer zu thematisieren. Die Behörden hoffen, dass die Aufnahmen zu einer sichereren Fahrweise beitragen und die Verletzungen im Straßenverkehr verringern.
Die Kampagne startet auf Instagram, wo die Polizei in den nächsten zwei Wochen Clips von riskanten E-Scooter-Vorfällen teilen wird. Das Material stammt aus dem täglichen Streifendienst der Beamten und zeigt typische Verstöße wie Geisterfahren, Falschfahren und rücksichtsloses Rasen.
Beim Geisterfahren – also wenn Fahrer Radwege, Gehwege nutzen oder gegen die Fahrtrichtung unterwegs sind – entstehen besonders gefährliche Situationen, die oft zu Frontalzusammenstößen führen. Weitere Risiken sind das Fahren ohne Helm, das selbst kleine Stürze in lebensbedrohliche Verletzungen verwandeln kann, sowie Alkoholkonsum, der die Reaktionszeit verlangsamt und die Schwere von Unfällen erhöht.
Allein 2024 verzeichnete Dortmund 123 E-Scooter-bedingte Verletzungen – ein Anstieg von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Polizei warnt zudem vor überladenen Scootern, da das Mitnehmen einer zweiten Person die Kontrolle erschwert. Falsches Parken und das Missachten von Verkehrsregeln verschärfen die Gefahrenlage zusätzlich und gefährden Fußgänger sowie mobilitätseingeschränkte Menschen.
Das Ziel der Kampagne ist klar: Das Bewusstsein schärfen und junge Fahrer dazu bringen, sich an die Regeln zu halten. Indem die Beamten die realen Folgen leichtsinnigen Verhaltens zeigen, wollen sie vermeidbare Unfälle reduzieren.
Die E-Scooter-Fails-Videos werden zwei Wochen lang auf dem Instagram-Account der Dortmunder Polizei zu sehen sein. Die Clips dienen als direkter Appell, wie kleine Fehler zu schweren Verletzungen führen können. Angesichts der steigenden Unfallzahlen fordern die Behörden die Fahrer auf, Helme zu tragen, auf Alkohol zu verzichten und sich an die Verkehrsregeln zu halten – für mehr Sicherheit auf den Straßen.






