18 June 2026, 12:23

Düsseldorf stoppt Milliarden-Opernprojekt und setzt auf Sanierung des Bonatz-Baus

Es gibt immer noch den bescheidenen Modernismus im Osten und Westen

Düsseldorf stoppt Milliarden-Opernprojekt und setzt auf Sanierung des Bonatz-Baus

Düsseldorf hat die Pläne für ein neues Opernhaus des Architekturbüros Snøhetta fallen gelassen. Das Projekt wurde gestoppt, nachdem die Kosten auf 1,8 Milliarden Euro explodiert waren. Oberbürgermeister Stephan Keller setzte dem Vorhaben ein Ende und gab das Wehrhahn-Gelände an die Stadt zurück.

Ursprünglich wollte Düsseldorf sein Nachkriegs-Opernhaus durch einen modernen Entwurf von Snøhetta ersetzen. Doch als die Ausgaben stiegen, zeigte eine Kostenanalyse, dass die Sanierung des bestehenden Bonatz-Baus stattdessen nur 400 bis 500 Millionen Euro kosten würde. Nun setzt die Stadt auf die Modernisierung des aktuellen Gebäudes am Hofgarten. Als günstigere Alternative steht der Entwurf „Blau-Grüner Ring“ des Büros raumwerk zur Diskussion.

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Auch das Volkstheater in Rostock steht vor Herausforderungen. Das 1943 errichtete Haus entwickelte sich später zu einem modernistischen Wahrzeichen der DDR. Die regierende CDU schlug vor, es für Neubauten abzureißen, doch das Denkmalschutzamt blockierte den Plan. Daraufhin stellte das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege in Schwerin große Teile des Gebäudes unter Schutz. Parallel errichtet das Berliner Büro Hascher Jehle für 208 Millionen Euro ein neues Theater in Rostock.

Düsseldorfs Entscheidung lenkt den Fokus auf die Aufwertung des bestehenden Opernhauses. Rostocks Volkstheater bleibt geschützt, und ein neues Theater entsteht. Beide Städte setzen nun auf kostengünstigere Kulturprojekte.

Quelle