Eurobahn dünnt Fahrplan drastisch aus – Rückkehr zum Normalbetrieb erst 2025
Alexander MälzerEurobahn dünnt Fahrplan drastisch aus – Rückkehr zum Normalbetrieb erst 2025
Eurobahn muss Fahrplan stark ausdünnen – Rückkehr zum Vollbetrieb erst 2025
Wegen akuten Personalmangels hat die Eurobahn ihre Leistungen drastisch reduzieren müssen – auf einigen Strecken verkehrt nun nur noch ein Zug pro Stunde. Das Unternehmen plant, bis Dezember 2025 wieder den vollständigen Fahrplan anzubieten. Gleichzeitig sucht der Eigentümer, der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), nach einem neuen Investor, um die Zukunft des Betreibers zu sichern.
Im April 2024 hatte die Eurobahn ihre Leistungen auf mehreren Linien um bis zu 40 Prozent kürzen müssen, darunter auf der RB89 zwischen Paderborn und Münster. Wie der technische Geschäftsführer Karsten Schulz bestätigte, waren die Einschnitte aufgrund fehlenden Personals unvermeidbar. Auf einigen Verbindungen sank die Taktung auf nur noch einen Zug pro Stunde.
Der NWL, der die Eurobahn steuert, muss bis zum Haushaltsjahr 2027/2028 einen Käufer finden. Die aktuellen politischen Vereinbarungen und Streckenverträge laufen bis 2032 aus – ein neuer Investor ist daher unerlässlich. Nils Werner, Leiter der Abteilung Markt & Kunden beim NWL, betonte, dass eine zuverlässige Leistung entscheidend sei, um potenzielle Interessenten zu gewinnen.
Die Eurobahn verspricht, bis Dezember 2025 wieder den vollen Fahrplan umzusetzen. Zudem soll mit dem aktualisierten Angebot die Ausfallquote weiter gesenkt werden. Das Unternehmen ist vor allem in Nordrhein-Westfalen aktiv, das Streckennetz reicht aber auch nach Niedersachsen und in die Niederlande.
Der NWL setzt sich aus fünf Mitgliedorganisationen zusammen: Mobilität Ruhr-Lippe (ZRL), Mobilität Münsterland (ZVM), Zweckverband Verkehr Verbund OstWestfalenLippe (VVOWL), Nahverkehr Paderborn-Höxter (nph) und die Zweckverband Westfalen-Süd (ZWS).
Die Einschränkungen im Angebot der Eurobahn sollen bis Ende 2025 beendet sein, dann wird der vollständige Fahrplan wiederhergestellt. Die Suche des NWL nach einem Investor wird über die langfristige Zukunft des Betreibers entscheiden, da die bestehenden Verträge bis 2032 auslaufen. Eine stabile und zuverlässige Leistung bleibt Priorität, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern.






