Großübung simuliert Blackout: Justiz und Polizei bleiben handlungsfähig
Mathias HeringGroßübung simuliert Blackout: Justiz und Polizei bleiben handlungsfähig
Großangelegte Übung der Notfallkommunikation am 9. Juli 2025 durchgeführt
Am 9. Juli 2025 fand eine großflächige Erprobung der Notfallkommunikationssysteme statt. An der Übung beteiligten sich zentrale Justiz- und Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen. Ziel war es, die Aufrechterhaltung des Betriebs bei einem flächendeckenden Stromausfall zu gewährleisten.
Die als Modell 47 bekannte Übung simulierte einen großräumigen Blackout in der Region. Geprüft wurden die Kommunikationsverbindungen zwischen dem Oberlandesgericht, den Amtsgerichten, der Staatsanwaltschaft und der Kreispolizei. Teilgenommen haben unter anderem der leitende Oberstaatsanwalt Dr. Tino Seesko aus Hamm sowie die Staatssekretärin Dr. Daniela Brückner aus dem Justizministerium.
Auch hochrangige Polizeivertreter waren in die Übung eingebunden, darunter Polizeihauptkommissar Michael Padberg von der Polizei Brilon, Erster Polizeihauptkommissar Peter Clemen vom Landgericht Arnsberg, Polizeidirektor Thomas Vogt von der Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis sowie Polizeidirektor Olaf Wicher vom Oberlandesgericht Hamm.
Während der Übung wurde ein mutmaßlicher Täter dem Haftrichter am Polizeirevier Brilon vorgeführt. Der Beschuldigte wurde später in eine Justizvollzugsanstalt überstellt. Dieser Schritt bestätigte, dass rechtliche Verfahren trotz des Stromausfalls funktionieren können.
Die Übung verlief erfolgreich: Alle Beteiligten zeigten, dass Justiz und Polizei auch in einer Krise voll handlungsfähig bleiben. Modell 47 bewährte sich damit als wirksames Instrument zur Aufrechterhaltung kritischer Dienstleistungen.






