Grüne Senioren verteidigen City-Ring-Plan gegen scharfe Kritik in Solingen-Ohligs
Etta SchollGrüne Senioren verteidigen City-Ring-Plan gegen scharfe Kritik in Solingen-Ohligs
Streit um Busrouten in Solingen-Ohligs löst scharfe Reaktionen der Grünen Senioren aus
Die Grünen Senioren in Solingen haben sich mit Nachdruck für den vorgeschlagenen City-Ring-Plan ausgesprochen und ihn als fairen Kompromiss verteidigt. Dieser solle die Innenstadt erreichbar halten, während gleichzeitig der Busverkehr in der Lennestraße reduziert werde. Ihre Stellungnahme erfolgt als Reaktion auf Kritik anderer lokaler Vereine, die eine vollständige Sperrung der Straße für Busse fordern.
In den vergangenen fünf Jahren hat Solingen die Verkehrsanbindungen in Ohligs schrittweise umgestaltet. Die Buslinien 690 und 694 verkehren nun häufiger, und 2025 kam mit der Linie 781 eine neue Zubringerverbindung hinzu. Straßen wie die Ohligser Straße wurden verbreitert, und bis 2024 entstanden neue Fahrradwege. Weitere Projekte umfassen den Ausbau von Carsharing-Angeboten, zusätzliche Ladesäulen für E-Bikes sowie elektrische Shuttle-Dienste auf ehemaligen Industriegeländen seit 2024.
Die Grünen Senioren lehnen Forderungen von Gruppen wie den Ohligser Jongens, der ISG und der OWG ab, den City-Ring abzuschaffen und die Lennestraße komplett für Busse zu sperren. Sie warnen, dass dadurch die Haltestelle "Ohligs Markt" entfallen würde – mit der Folge, dass vor allem ältere Bewohner:innen längere Wege zu Fuß zurücklegen müssten, was nach Einkäufen oder für Menschen mit eingeschränkter Mobilität besonders belastend wäre.
Öffentlicher Nahverkehr sei für ältere Menschen unverzichtbar, betont die Gruppe. Viele seien aus gesundheitlichen oder finanziellen Gründen auf Busse angewiesen. Die Debatte sei daher auch eine soziale Frage: Lösungen müssten für alle Altersgruppen funktionieren, nicht nur für einzelne Interessengruppen.
Die Grünen Senioren sehen im aktuellen Plan die beste Balance zwischen Verkehrsreduzierung und Aufrechterhaltung der Versorgung. Ohne die Haltestelle "Ohligs Markt" drohten älteren Bürger:innen unnötige Härten, argumentieren sie. Die Gruppe besteht darauf, dass Mobilität im Mittelpunkt der Diskussion bleiben müsse.






