Vonovia wächst mit Rekordgewinnen – doch Mieter protestieren gegen steigende Mieten
Alexander MälzerVonovia auf Wachstumskurs - Schulden schneller reduzieren - Vonovia wächst mit Rekordgewinnen – doch Mieter protestieren gegen steigende Mieten
Deutschlands größter Vermieter Vonovia verzeichnet starkes Wachstum – doch die Kritik an Mietpreiserhöhungen wächst
Der Immobilienkonzern Vonovia, Deutschlands größter Wohnungsvermieter, hat für das Jahr 2025 ein kräftiges finanzielles Wachstum gemeldet. Die Erträge des Unternehmens stiegen, während die Mieten in seinem umfangreichen Immobilienbestand anzogen. Gleichzeitig sieht sich das Unternehmen mit Vorwürfen konfrontiert, es treibe die Mieten stark in die Höhe, während es gleichzeitig Neubauten vorantreibt und Immobilien veräußert.
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) von Vonovia kletterte 2025 um 6,0 % auf 2,8 Milliarden Euro. Der bereinigte Nettogewinn erhöhte sich um 5,3 % auf 1,54 Milliarden Euro – angetrieben durch höhere Mieteinnahmen, Zusatzdienstleistungen und Immobilientransaktionen.
Die durchschnittliche Monatsmiete des Konzerns stieg auf 8,38 Euro pro Quadratmeter, ein Plus von 4,6 % gegenüber 2024. Dieser Anstieg lag über dem bundesweiten Durchschnitt, der bei 8,19 Euro pro Quadratmeter lag – ein Anstieg von knapp 4 % im gleichen Zeitraum. Der Deutsche Mieterbund warf Vonovia vor, "drastische Mieterhöhungen" durchzusetzen, die die gesetzlichen Grenzen überschritten.
Ende 2025 verfügte Vonovia über rund 531.000 Wohnungen in Deutschland, Schweden und Österreich mit einem Gesamtimmobilienvermögen von 84,4 Milliarden Euro. Im Laufe des Jahres fertiggestellt wurden 2.090 neue Wohneinheiten, alle in den drei Kernmärkten des Unternehmens. Weitere 4.200 Wohnungen befinden sich derzeit im Bau, während langfristig auf den eigenen Grundstücken über 65.000 neue Wohnungen entstehen sollen.
Um die Schuldenlast zu verringern, verkaufte Vonovia 2025 insgesamt 2.333 Wohnungen und plant, in den kommenden Jahren jährlich zwischen 3.000 und 3.500 Einheiten zu veräußern. Zudem könnte das Unternehmen nicht zum Kerngeschäft gehörende Vermögenswerte abstoßen, darunter Seniorenimmobilien und Minderheitsbeteiligungen. Die Aktionäre profitieren von einer um drei Cent erhöhten Dividende, die nun bei 1,25 Euro pro Aktie liegt.
Die Finanzzahlen von Vonovia unterstreichen das wachsende Mieteinkommen und die Ausbauaktivitäten des Konzerns. Gleichzeitig bleibt das Unternehmen in der Kritik, weil es die Mieten stark anhebt, während es gleichzeitig Vermögenswerte veräußert und neue Wohnprojekte vorantreibt. Die Aktionäre erhalten eine höhere Dividende, während sich das Unternehmen auf Schuldenabbau und langfristiges Wachstum konzentriert.






