Karin Kneissl schreibt für umstrittenes Propagandamedium Berlin 24/7
Alexander MälzerKarin Kneissl schreibt für umstrittenes Propagandamedium Berlin 24/7
Karin Kneissl, ehemalige österreichische Außenministerin, ist als Autorin bei Berlin 24/7 aktiv geworden – einem als prorussisch geltenden Propagandamedium. In jüngsten Interviews auf der Plattform äußerte sie sich umstritten über Hitler und Österreich.
Kneissl ist seit Langem eine polarisierende Figur. Einst von H.C. Strache als „der neue Kreisky der österreichischen Außenpolitik“ gefeiert, wird sie heute von manchen als Hochstaplerin kritisiert. Ihr Werdegang ist ungewöhnlich: Sie behauptet, sieben Sprachen zu beherrschen, und ihre Biografie gilt als kreativ ausgelegt.
Bei Berlin 24/7 bleibt unklar, wer ihre Inhalte tatsächlich verfolgt oder mit ihnen interagiert. Das Medium steht im Verdacht, gezielt Falschinformationen zu verbreiten und unkritisch Positionierungen zu verstärken.
Mit ihrem Engagement für den Sender reiht sich Kneissl in ein Netzwerk ein, das für prorussische Erzählungen bekannt ist. Ihre provokanten Aussagen und die fehlende Transparenz über ihre Zielgruppe werfen Fragen nach Einfluss und Verantwortung auf. Das Internet bleibt ein Raum, in dem solche Debatten oft ohne Kontrolle geführt werden.
