01 May 2026, 10:28

Lehrerin in NRW droht Ärger nach TV-Auftritten während Krankschreibung

John Bull, ein Mann mit Zylinder, sitzt einem Schulmeister gegenüber an einem Tisch mit Papieren und einem Hut, während eine weitere Person in der Nähe sitzt; im Hintergrund sind eine Tür und ein Papier an der Wand zu sehen.

Vertretungslehrer soll in Kochshows aufgetreten sein - Lehrerin in NRW droht Ärger nach TV-Auftritten während Krankschreibung

In Nordrhein-Westfalen droht einer Lehrkraft disziplinarische Maßnahmen, nachdem sie während einer Krankschreibung an zwei Fernseh-Kochshows teilgenommen hat. Der Fall hat eine Debatte über den Umgang mit langfristigen Fehlzeiten von Lehrkräften im Land ausgelöst.

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Die Bezirksregierung Köln hat ein Disziplinarverfahren gegen die betroffene Lehrkraft eingeleitet. Nach Prüfung der Angaben fanden die Behörden ausreichend Beweise, um rechtliche Schritte einzuleiten. Die Lehrkraft war trotz Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung in TV-Formaten aufgetreten.

Aktuell befinden sich 1.388 Schulmitarbeiter:innen im Langzeitkrankenstand unter dem Dach des Bildungsministeriums. Allerdings wurde bei nur 55 Prozent dieser Beschäftigten eine amtliche ärztliche Untersuchung durchgeführt. Diese Lücke hat die Freie Demokratische Partei (FDP) veranlasst, die Kontrolle über langfristige Ausfälle zu hinterfragen.

Als Reaktion kündigte die Landesregierung an, die Verfahren zur Handhabung längerer Krankschreibungen im öffentlichen Dienst zu überprüfen. Der Schritt folgt einer zunehmenden Kritik an der Überwachung und Bearbeitung solcher Fälle.

Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf grundsätzliche Probleme bei der Erfassung langfristiger Fehlzeiten. Da weniger als die Hälfte der Betroffenen medizinisch geprüft wurde, sucht die Verwaltung nun nach Wegen, die Kontrollen zu verschärfen. Das Ergebnis des Disziplinarverfahrens steht noch aus.

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