Lou Calen: Wie ein provenzalisches Landgut zum Kulturhotel der Stars wurde
Alexander MälzerLou Calen: Wie ein provenzalisches Landgut zum Kulturhotel der Stars wurde
Lou Calen: Vom beschaulichen Anwesen zum blühenden Kulturhotel in der Provence
Was einst ein ruhiges Landgut in Cotignac war, hat sich zu einem lebendigen kulturellen und künstlerischen Hotel entwickelt: Lou Calen. Seine Geschichte begann mit Huguette Caren, einer Einheimischen, deren Leben durch eine zufällige Begegnung im Jahr 1944 untrennbar mit diesem Ort verbunden wurde. Heute zieht das Hotel Gäste aus aller Welt an – besonders aus den USA –, bewahrt dabei aber seine tiefen provencalischen Wurzeln.
Die Geschichte von Lou Calen nahm am Tag der Befreiung 1944 ihren Lauf, als die zehnjährige Huguette Caren von einem amerikanischen Soldaten in Cotignac einen Ring geschenkt bekam. Jahrzehnte später erwarb sie ein Haus im selben Dorf und tauft es auf den Namen Lou Calen. 1972 verwandelte sie es in ein Hotel mit Restaurant, das prominente Gäste wie David Bowie und Mitglieder von Pink Floyd anzog.
1999 schloss das Hotel seine Pforten, und das Anwesen lag über 20 Jahre lang brach. 2015 übernahm der kanadische Unternehmer Graham Porter das Gelände und hauchte ihm neues Leben ein. Er erweiterte das Angebot um eine Bar, ein Kunstzentrum, ein mit einem Michelin Green Star ausgezeichnetes Restaurant sowie stilvolle Gästezimmer, um das Hotel ganzjährig attraktiv zu machen.
Huguettes Verbindung zu Lou Calen bleibt bis heute spürbar. Später eröffnete sie ein Restaurant in Palm Springs, wo sie den amerikanischen Soldaten wiedertraf, der ihr einst den Ring schenkte. Zudem veröffentlichte sie ein Kochbuch mit traditionellen Rezepten der Provence und bewahrte so ihr Erbe.
Heute ist Lou Calen sowohl ein kulturelles Wahrzeichen als auch ein lebhaftes Hotel. Sein internationaler Ruf – besonders bei amerikanischen Reisenden – spiegelt die reiche Geschichte und den modernen Charme wider. Das Anwesen ehrt weiterhin Huguette Carens Vision und bietet Gästen eine einzigartige Mischung aus Kunst, Gastronomie und Tradition.






