Luxusauto in Witten beschlagnahmt: 109 Dezibel Lärm überschreiten Grenzwert massiv
Mathias HeringLuxusauto in Witten beschlagnahmt: 109 Dezibel Lärm überschreiten Grenzwert massiv
Luxuswagen in Witten beschlagnahmt: Motorlärm weit über dem gesetzlichen Limit
In Witten wurde ein Hochleistungsfahrzeug sichergestellt, nachdem es Lärmwerte weit über den gesetzlichen Grenzwerten produziert hatte. Das Auto, das in einer Halteverbotszone in der Holbeinstraße abgestellt war, wurde nach einer Routinekontrolle abgeschleppt. Die Behörden vermuten, dass die Motorsteuerung illegal manipuliert wurde, um Leistung und Lärm zu erhöhen.
Der Motor des Wagens erreichte 109 Dezibel – deutlich mehr als die in Deutschland für Straßenfahrzeuge geltende Obergrenze von 82 dB. Auf Nachfrage behauptete der Besitzer, der extreme Lärm stamme von der werksseitigen Biturbo-Ausstattung. Doch die Prüfer entdeckten Hinweise darauf, dass das Steuergerät verändert worden war, wodurch die Betriebserlaubnis erlosch.
Das Fahrzeug wurde umgehend für eine technische Untersuchung beschlagnahmt. Dem Halter drohen nun verwaltungsrechtliche Konsequenzen wegen der ungültigen Zulassung. Trotz verschärfter EU-Abgasvorschriften und verpflichtender Sicherheitstechnik wie dem Notrufsystem eCall ab 2026 bleibt die nachträgliche Lärm-Manipulation an Motoren in Deutschland eine rechtliche Grauzone – gezielte Verschärfungen gab es in den letzten Jahren nicht.
Der Fall zeigt die anhaltenden Schwierigkeiten auf, extreme Fahrzeuggeräusche mit den aktuellen Gesetzen zu regulieren. Während Abgas- und Sicherheitsstandards strenger wurden, bleibt das Thema laute Motortuning-Bastelleien weitgehend ungeregelt. Das Auto bleibt so lange beschlagnahmt, bis geklärt ist, ob die Veränderungen den bestehenden Vorschriften entsprechen.






