Mini-Bagger auf A2 entdeckt: Fahrer muss wegen Steuerhinterziehung büßen
Alexander MälzerMini-Bagger auf A2 entdeckt: Fahrer muss wegen Steuerhinterziehung büßen
Zollbeamte hielten auf der Autobahn A2 bei Hamm einen Fahrer an, nachdem sie auf einem Anhänger mit polnischem Kennzeichen einen Mini-Bagger entdeckt hatten. Der 42-jährige Mann hatte versucht, die Maschine unangemeldet in die EU einzuführen. Nun droht ihm ein Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung.
Der Fahrer behauptete, er habe den Bagger im Vereinigten Königreich für ein privates Bauprojekt in Polen erworben. Zwar konnte er eine Rechnung über etwa 15.000 Euro vorlegen, die erforderlichen Zolldokumente fehlten jedoch. Nach EU-Recht müssen Waren aus Drittstaaten an der Grenze deklariert werden, wobei die Zollabgaben sich am Wert der Güter orientieren.
Reisende dürfen Waren nur innerhalb strenger Freigrenzen zollfrei einführen: 300 Euro für die meisten, 430 Euro bei Einreise auf dem Luft- oder Seeweg und 175 Euro für Personen unter 15 Jahren. Der Bagger überschritt diese Freibeträge bei Weitem, sodass Einfuhrumsatzsteuer und Zollgebühren fällig wurden. Nach Begleichung der ausstehenden Beträge durfte der Mann seine Fahrt fortsetzen.
Die Behörden haben ein Verfahren gegen den Fahrer wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung eingeleitet. Der Bagger wurde nach Zahlung aller Einfuhrabgaben freigegeben. Der Vorfall unterstreicht die Pflicht, hochwertige Waren bei der Einreise in die EU zu deklarieren.






