Mordprozess in Bielefeld: Mann gesteht Messerattacke auf seine Ehefrau
Alexander MälzerAussage im Mordprozess: Angeklagter berichtet von Angriff - Mordprozess in Bielefeld: Mann gesteht Messerattacke auf seine Ehefrau
Vor dem Landgericht Bielefeld hat der Prozess gegen einen Mann begonnen, der gestanden hat, seine Frau erstochen zu haben. Der Angeklagte behauptet, in Notwehr gehandelt zu haben, nachdem seine Frau ihn angegriffen habe – eine Darstellung, die die Staatsanwaltschaft jedoch bestreitet.
Der Vorfall begann mit einem Streit des Paares über eine geplante Reise in die Niederlande. Die Spannungen eskalierten, und der Angeklagte alarmierte später die Polizei. Als die Beamten eintrafen, fanden sie den Mann mit einer schweren Bauchverletzung vor – neben seiner lebenslos aufgefundenen Ehefrau.
Die Frau hatte 32 Stichwunden im Oberkörper erlitten, die mit einem Küchenmesser zugefügt worden waren. Anfangs gingen die Ermittler davon aus, dass die Verletzung des Angeklagten auf einen Suizidversuch zurückging. Später stellte sich jedoch heraus, dass er sich die Wunde selbst nach dem tödlichen Angriff beigebracht hatte.
Die Staatsanwaltschaft argumentiert, der Angeklagte habe die Selbstständigkeit seiner Frau nicht akzeptieren können, insbesondere ihre Kontakte zu Verwandten und Freunden. Dies habe ihrer Ansicht nach zu der gewaltsamen Auseinandersetzung geführt, die mit ihrem Tod endete.
Der Prozess geht weiter, während Staatsanwaltschaft und Verteidigung ihre Positionen darlegen. Die Behauptung des Angeklagten, in Notwehr gehandelt zu haben, bleibt zentral für die Verhandlung. Das Urteil wird entscheiden, ob sein Handeln gerechtfertigt war – oder ein Verbrechen.






