19 April 2026, 08:22

Münsters Integrationsprojekt verbindet Bildung, Sport und Berufsberatung für mehr Teilhabe

Plakattext lautet "Flüchtlinge können für über 1.000 Coursera-Kurse Gebührenbefreiungen erhalten und werden sich mit lokalen Studierenden in geführten Diskussionen austauschen" mit mehreren Personen, die Täschchen halten, was auf Flüchtlinge hinweist.

Münsters Integrationsprojekt verbindet Bildung, Sport und Berufsberatung für mehr Teilhabe

Einjähriges Integrationsprojekt in Münster: Lokale Akteure fördern Bildung, Sport und Berufsberatung

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Ein einjähriges Pilotprojekt zur Integration in Münster hat lokale Organisationen zusammengebracht, um Bewohnerinnen und Bewohner durch Bildungsangebote, Sport und Berufsberatung zu unterstützen. Verschiedene Gruppen – von der Polizei bis zu Sportvereinen – haben Workshops, Schulungen und Beratungsangebote durchgeführt, um den Teilnehmenden Fähigkeiten und Selbstvertrauen in der Gemeinschaft zu vermitteln.

Das Projekt startete mit regelmäßigen Aktivitäten unter der Leitung unterschiedlicher Partner. Die Bauwerkstatt des Gremmendorfer Zentrumsrats organisierte vier Tage mit praxisnahen Workshops, die täglich etwa zwölf Personen anzogen. Gleichzeitig führte die Bundesagentur für Arbeit Ahlen-Münster sechs Beratungstermine durch, an denen insgesamt 125 Arbeitssuchende teilnahmen, die Unterstützung bei der Jobsuche suchten.

Sport als Schlüssel zur Teilhabe Eine zentrale Rolle spielte der Sport. Die Outlaw gGmbH veranstaltete mit ihrem Projekt FANport Münster rund 30 Fußballtrainings und 20 allgemeine Sportprogramme. Gemeinsam mit dem SC Preußen Münster bot Outlaw zudem drei Bewegungs- und Werte-Workshops an, die 42 Teilnehmende erreichten. Diese Einheiten verbanden körperliche Aktivität mit Diskussionen über Teamarbeit und Respekt.

Rechtliche Aufklärung und Sicherheit Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Sicherheit und Rechtsbewusstsein. Die Münsteraner Polizei führte sieben offene Informationsveranstaltungen zum deutschen Rechtssystem durch, an denen jeweils zwischen zwölf und 30 Personen teilnahmen. Zudem schulte sie Mitarbeiter der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) in Opferschutz. Im Straßenverkehr organisierten der Münsteraner Verkehrssicherheitsrat und die Polizei neun Fahrradsicherheitskurse mit durchschnittlich 15 Teilnehmenden pro Kurs. Seit September fanden außerdem vier Workshops zur Fußgängersicherheit für Kinder und Jugendliche statt, die jeweils etwa 20 Teilnehmende erreichten.

Berufliche Unterstützung durch Kammern Die IHK Nord Westfalen und die Handwerkskammer Münster boten vier Beratungstermine für 74 Arbeitssuchende an. Themen waren Ausbildungsplätze, Qualifikationen und Beschäftigungsmöglichkeiten in der Region.

Bilanz nach einem Jahr Nach zwölf Monaten hat das Pilotprojekt eine Mischung aus praktischer Ausbildung, Rechtsberatung und Sportaktivitäten umgesetzt. Über 300 Menschen nahmen an Workshops, Beratungen und Sicherheitsprogrammen teil. Die beteiligten lokalen Gruppen arbeiten weiterhin an gemeinsamen Initiativen, um die Integration durch Kompetenzförderung und Gemeinschaftsengagement zu stärken.

Quelle