24 June 2026, 00:20

Neue Betrugswelle: Kriminelle ködern Anleger mit falschen Krypto-Renditen

Bonn Polizei warnt erneut vor Online-Investment-Betrug

Neue Betrugswelle: Kriminelle ködern Anleger mit falschen Krypto-Renditen

Ermittler der Kriminalinspektion 23 warnen vor einer zunehmenden Betrugsmasche, die gezielt Anleger ins Visier nimmt. Bei dem als „Cybertrading“ oder „Anlagebetrug“ bekannten Schwindel locken Kriminelle ihre Opfer über soziale Medien oder Online-Werbung. Sie versprechen hohe Renditen bei Investitionen in Kryptowährungen oder andere Anlageformen – scheinbar seriös über professionell wirkende Plattformen.

Typischerweise beginnt der Betrug mit einer ersten Einzahlung von 250 bis 500 Euro. Die Täter fälschen anschließend beeindruckende Gewinne, um die Opfer zur Überweisung weiterer Gelder zu bewegen. Auszahlungen bleiben aus, stattdessen verlangen die Betrüger oft zusätzliche Zahlungen für angebliche Steuern oder Gebühren, bevor sie spurlos verschwinden.

Erst kürzlich wurde ein Mann aus Bonn Opfer, nachdem er über eine Online-Anzeige investiert hatte. Als die Handelsplattform plötzlich nicht mehr erreichbar war, erstattete er Anzeige bei der Polizei.

Die Behörden raten zur Vorsicht bei unerbetenen Anlageangeboten. Anleger sollten die Seriosität von Handelsplattformen überprüfen und misstrauisch sein, wenn hohe Gewinne bei geringem Risiko versprochen werden. Davon abzuraten ist die Weitergabe sensibler Daten, die Freigabe von Fernzugriff auf den Computer oder Überweisungen auf unbekannte Konten. Betroffene werden aufgefordert, Vorfälle umgehend bei der örtlichen Polizei zu melden. Weitere Hinweise und Präventionstipps gibt es auf den Webseiten des Landeskriminalamts NRW und der Polizeilichen Kriminalprävention. Die Ermittler arbeiten weiterhin daran, die Welle des Anlagebetrugs einzudämmen.

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