26 June 2026, 22:18

NRW setzt auf Kameras und Bodycams gegen Gewalt in Bussen und Bahnen

Mehr Kameras in Bussen, Zügen und Bahnhöfen in NRW

NRW setzt auf Kameras und Bodycams gegen Gewalt in Bussen und Bahnen

Verkehrsbetriebe in Nordrhein-Westfalen weiten Einsatz von Kameras und Bodycams aus

Um die Sicherheit zu erhöhen, setzen Verkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen vermehrt auf den Einsatz von Überwachungskameras und Bodycams. Hintergrund ist ein deutlicher Anstieg von Angriffen auf Mitarbeiter: Im vergangenen Jahr wurden über 1.300 Bedrohungen und 905 körperliche Übergriffe gemeldet.

In Düsseldorf hat die Rheinbahn ein einjähriges Pilotprojekt gestartet und 20 Mitarbeiter mit Bodycams ausgestattet. Fast alle Busse des Unternehmens verfügen bereits über Kameras, während 70 Prozent der Straßen- und Stadtbahnen mit der Technik ausgerüstet sind.

Auch die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) haben nach einem erfolgreichen Test die Zahl der Bodycams auf 65 erhöht. In Dortmund setzt die DSW21 mittlerweile nachts Sicherheitskräfte ein, die aus der Leitstelle Live-Videoaufnahmen überwachen.

Fast abgeschlossen ist ein Landesprogramm zur Installation von Videoüberwachung an 100 Bahnhöfen in NRW. Rund 90 Prozent der S-Bahnen und Regionalzüge in der Region nutzen bereits Videosysteme. Die neuen Busse in Aachen überwachen mittlerweile den gesamten Innenraum und nicht mehr nur die Einstiegsbereiche.

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Betreiber berichten, dass allein die Ankündigung, eine Bodycam zu aktivieren, aggressives Verhalten abschrecken und angespannte Situationen deeskalieren kann. Ziel des erweiterten Kameraeinsatzes ist es, Straftaten vorzubeugen und Ermittlungen zu unterstützen. Die Verkehrsbehörden hoffen, dass die Maßnahmen die Vorfälle reduzieren und die Sicherheit für Personal und Fahrgäste verbessern.

Quelle