25 June 2026, 04:18

RAW-Gelände in Berlin: Kultur vs. Neubauten – der Kampf um Cassiopeia und Co.

Protest auf dem Ku'damm für den Erhalt der RAW-Gelände

RAW-Gelände in Berlin: Kultur vs. Neubauten – der Kampf um Cassiopeia und Co.

Die Zukunft des Berliner RAW-Geländes steht auf dem Spiel, da sich der Streit zwischen der Kurth Group, dem Senat und dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zuspitzt. Das Areal, einst ein Reichsbahn-Ausbesserungswerk, beherbergt heute Konzertlocations, einen Biergarten und Kulturstätten wie den Club Cassiopeia. Die Spannungen nehmen zu, da Entwicklungspläne und der Erhalt des historischen Charakters aufeinanderprallen.

Im Mittelpunkt des Konflikts stehen die Zahl der geplanten Neubauten mit Wohnungen sowie der Schutz der denkmalgeschützten Hallen. Die Kurth Group wirft der Stadt vor, frühere Absprachen gebrochen und ohne Abstimmung neue Forderungen gestellt zu haben. Im Januar beantragte das Unternehmen ein beschleunigtes Baugenehmigungsverfahren für den Wohnungsbau – doch sowohl der Senat als auch der Bezirk lehnten den Antrag ab.

Senat und Bezirksamt für Stadtentwicklung fordern stattdessen weitere Gespräche, um die einzigartige Identität des Geländes zu bewahren. Unterdessen haben bereits erste Mieter Räumungsklagen erhalten. Der Club Cassiopeia soll bereits in der kommenden Woche geräumt werden, andere stehen vor demselben Schicksal. Als Reaktion versammelten sich Demonstranten am Kurfürstendamm unter dem Motto „RAW für alle – Cassiopeia & Co. müssen bleiben“.

Für Teile des RAW-Geländes liegen bereits Räumungsbescheide vor, der Club Cassiopeia ist einer der ersten Betroffenen. Der Streit bleibt ungelöst, weitere Verhandlungen müssen über das Schicksal des Areals entscheiden. Die Zukunft seiner Kulturstätten und historischen Bauten steht auf dem Spiel.

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