08 May 2026, 14:29

Rückgang der Verletzungen im deutschen Fußball – doch Pyrotechnik bleibt Problem

Gruppe von Menschen, die Fußball auf einem Feld spielen, tragen Sportkleidung, Helme und Schuhe, einige halten Kameras, mit Zuschauern auf Sitzplätzen und Stehplätzen im Hintergrund.

Rückgang der Verletzungen im deutschen Fußball – doch Pyrotechnik bleibt Problem

Verletzungen bei deutschen Fußballspielen gehen zweitmals in Folge zurück

Bei Fußballspielen in Deutschland haben die Verletzungen zum zweiten Mal in Folge abgenommen. Im vergangenen Jahr verletzten sich 1.107 Personen während Spiele der drei höchsten Ligen – ein Rückgang um 17 Prozent im Vergleich zur vorherigen Saison. Trotz dieser Verbesserung zeigen sich die Verantwortlichen besorgt über anhaltende Gewalt und den Missbrauch von Pyrotechnik.

Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, bezeichnete die Zahl von über 1.000 Verletzten als „inakzeptabel“. Er forderte, dass gewalttätige Straftäter konsequent von Stadien ausgeschlossen werden müssen, um eine sichere Umgebung für die Fans zu gewährleisten.

Die aktuellen Statistiken zeichnen ein gemischtes Bild der Sicherheit im deutschen Fußball. Zwar gingen die Verletzungen im Vergleich zur Saison 2023/24 um 231 zurück, doch die Vorfälle mit Pyrotechnik stiegen um 73 Prozent an. Die Behörden verzeichneten 4.783 Verstöße im Zusammenhang mit Bengalos und Feuerwerkskörpern – ein wachsendes Problem.

Auch die Anzahl der Strafanzeigen sank: Es wurden 5.197 Ermittlungsverfahren eingeleitet, 22 Prozent weniger als in der Vorsaison. Unter den Verletzten befanden sich 160 Polizisten und 89 Sicherheitskräfte. Trotz dieser Zahlen betonten die Verantwortlichen, dass Verletzungen und Straftaten im Verhältnis zur Gesamtzahl der Zuschauer seit Jahren im Promillebereich liegen und damit selten sind.

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Reul wies darauf hin, dass öffentliche Großveranstaltungen wie das Oktoberfest ein weitaus höheres Sicherheitsrisiko darstellen als Fußballspiele. Dennoch betonte er, dass bereits ein einziger Gewaltvorfall in einem Stadion einer zu viel sei. Fanvereine wiesen unterdessen Vorwürfe einer flächendeckenden Gewalt zurück und bezeichneten solche Darstellungen als übertrieben und irreführend.

Der Rückgang der Verletzungen und Strafanzeigen deutet auf Fortschritte bei der Stadionsicherheit hin. Doch der deutliche Anstieg des Pyrotechnik-Missbrauchs und die anhaltende Gewalt bleiben zentrale Herausforderungen. Die Behörden setzen sich weiterhin für strengere Maßnahmen ein, um Fans, Spieler und Sicherheitskräfte gleichermaßen zu schützen.

Quelle