RWE baut 500 Megawatt Solar- und Windkraft im Rheinischen Revier aus
Slavko HartungRWE baut 500 Megawatt Solar- und Windkraft im Rheinischen Revier aus
RWE hat Pläne zur Ausweitung seiner erneuerbaren Energien im rheinischen Braunkohlerevier vorgestellt. Das Unternehmen strebt an, in der Region mindestens 500 Megawatt neue Solar- und Windkraftkapazitäten aufzubauen. Ein beträchtlicher Teil davon entfällt auf Solaranlagen mit einer kombinierten Leistung von 86,5 Megawatt.
Die neuen Solarparks entstehen auf rekultivierten Flächen östlich und westlich der Autobahn A44n zwischen Bedburg und Jüchen. Das Gelände gehörte einst zum Tagebau Garzweiler. Die Projekte nutzen die bestehende Netzinfrastruktur des Tagebaus, um Strom ins Netz einzuspeisen.
RWE plant, die Solaranlagen noch in diesem Jahr in Betrieb zu nehmen. Der Konzern betreibt bereits sieben Solarparks in der Region, von denen vier mit Batteriespeichersystemen kombiniert sind.
Eine Demonstrationsanlage in der Region testet zudem Agri-Photovoltaik, ein System, das Landwirtschaft und Solarstromerzeugung verbindet. Für künftige Projekte will RWE vorrangig Standorte entlang von Autobahnen erschließen, da dort die Genehmigungsverfahren schneller ablaufen und die öffentliche Akzeptanz höher ist.
Die Expansion steht im Einklang mit dem übergeordneten Ziel von RWE, in der Region 500 Megawatt neue Erneuerbare-Energien-Kapazitäten zu entwickeln. Die Solarparks tragen zu diesem Vorhaben bei und nutzen dabei ehemalige Industrieflächen. Ein aktuelles Gerichtsurteil klärte, dass Netzbetreiber nicht verpflichtet sind, Kunden über den vollen Einspeisebonus für Solarstrom gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 2023 zu informieren.
