RWE setzt auf Wasserstoff: Neues Gaskraftwerk in Voerde ab 2030
RWE baut in Voerde ein neues wasserstofftaugliches Gaskraftwerk
In Voerde entsteht ein modernes Gaskraftwerk des Energiekonzerns RWE, das ab 2030 in Betrieb gehen soll. Die Anlage wird eine Leistung von 850 Megawatt erreichen und zu mindestens 50 Prozent mit Wasserstoff betrieben. Das Projekt ist Teil der Unternehmensstrategie, flexible und CO₂-arme Energielösungen zu entwickeln, um die Netzstabilität zu sichern – insbesondere dann, wenn erneuerbare Energien nicht ausreichend verfügbar sind.
Das Kraftwerk in Voerde soll Engpässe in der Versorgung mit Ökostrom überbrücken – Phasen, die RWE als "Dunkelflauten" bezeichnet, in denen Wind- und Solarstrom nur geringfügig anfallen. Durch den kombinierten Einsatz von Wasserstoff und Erdgas will das Unternehmen Emissionen reduzieren, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden.
Die Lage der Anlage an Deutschlands geplantem Wasserstoff-Kernnetz stärkt RWE zudem bei künftigen Ausschreibungen der Bundesregierung. Das Unternehmen bewirbt sich um Milliardenfördergelder für wasserstofffähige Infrastruktur und sichert sich so langfristige finanzielle Unterstützung.
Die Investoren vertrauen weiterhin auf RWE: Seit Januar stieg der Aktienkurs um über 37 Prozent. Analysten von JPMorgan, Bernstein Research und Goldman Sachs bestätigen positive Bewertungen und verweisen auf die strategische Neuausrichtung des Konzerns hin zu sauberer Energie. Allerdings deutet eine aktuelle Analyse vom 28. Oktober darauf hin, dass Aktionäre die weiteren Entwicklungen genau beobachten sollten.
Der Start des Voerder Kraftwerks ist für 2030 vorgesehen und entspricht damit dem geplanten Zeitrahmen von RWE. Die Wasserstofffähigkeit der Anlage verringert die Abhängigkeit von Erdgas und garantiert gleichzeitig die Netzstabilität. Zudem positioniert sich RWE mit dem Projekt an der Spitze der deutschen Wasserstoffwirtschaft – mit potenziellem Zugang zu staatlichen Fördermitteln und Infrastruktur.






