24 March 2026, 16:23

Solingen erhöht Grundsteuer um bis zu 30 Prozent – CDU will Bürger entlasten

Farbcodierte Karte eines geplanten Wohnbaugebiets auf einem Blatt Papier mit beschrifteten Abschnitten und Textdetails zu Gebäuden, Straßen und anderen Merkmalen.

Solingen erhöht Grundsteuer um bis zu 30 Prozent – CDU will Bürger entlasten

Grundsteuer in Solingen stark gestiegen – CDU fordert Entlastung für Bürger und Unternehmen

In Solingen ist die Grundsteuer in den vergangenen fünf Jahren deutlich angestiegen – bis 2025 werden Erhöhungen von 25 bis 30 Prozent erwartet. Dieser Anstieg liegt weit über dem Landesdurchschnitt von 15 bis 20 Prozent und macht Solingen zu einer der am stärksten belasteten Städte in Nordrhein-Westfalen. Nun drängt die örtliche CDU-Fraktion auf Änderungen, um die finanzielle Belastung für Bürger und Unternehmen zu verringern.

Die CDU schlägt vor, das Grundsteuersystem Solingens noch vor Jahresende zu überprüfen. In einem Antrag fordert die Fraktion den Stadtrat auf, differenzierte Bewertungsmaßstäbe einzuführen, die sowohl für Wohn- als auch für Gewerbeimmobilien eine ertragsneutrale Anpassung ermöglichen. Ziel ist es, die Nebenkosten für Mieter zu senken und gleichzeitig eine stabile Finanzplanung für die Stadt zu gewährleisten.

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Carsten Becker, finanzpolitischer Sprecher der CDU, betonte die Notwendigkeit, die Bürger durch maßgeschneiderte Steuersätze zu entlasten. Dirk Errestink, der neue finanzpolitische Sprecher der CDU im Haushaltsausschuss, regte an, die Grundsteuer-Hebesätze A und B an den Verbraucherpreisindex zu koppeln. Damit sollen jährliche Erhöhungen auf maximal drei Prozent begrenzt werden.

Die Stadtverwaltung wurde angewiesen, diese Indexierung in künftigen Haushaltsentwürfen zu berücksichtigen. Der Stadtrat wird den Antrag am 11. und 18. Dezember beraten. Die CDU strebt einen Ausgleich an: Bezahlbarkeit für Eigentümer und Mieter soll gewahrt bleiben, ohne die kommunalen Finanzen zu gefährden.

Falls der Vorschlag angenommen wird, würden sich die Grundsteuersätze künftig nach Immobilienart und Inflation richten. Mieter könnten mit geringeren Nebenkosten rechnen, während Hausbesitzer planbarere Steuerbelastungen hätten. Die endgültige Entscheidung liegt nach den anstehenden Beratungen beim Stadtrat.

Quelle