Solingen eröffnet Max-Leven-Haus als lebendigen Ort der NS-Aufarbeitung
Mathias HeringSolingen eröffnet Max-Leven-Haus als lebendigen Ort der NS-Aufarbeitung
Neues Gedenk- und Bildungszentrum in Solingen: Das Max-Leven-Haus erinnert an jüdischen Journalisten und die NS-Zeit
In Solingen hat am ehemaligen Wohnsitz des jüdischen Journalisten Max Leven ein neues Gedenk- und Bildungszentrum seine Türen geöffnet. Das Max-Leven-Zentrum (MLZ) wurde in einer offiziellen Feier mit Vertretern aus Kommunal- und Landespolitik eingeweiht. Es soll künftig als Ort des Gedenkens, des Lernens und der öffentlichen Auseinandersetzung mit der NS-Diktatur dienen.
Die Initiative für das Zentrum entstand 2019 aus einer breiten bürgergesellschaftlichen Kampagne. Ziel ist es, lokale Schicksale von Verfolgung und Widerstand während der Zeit des Nationalsozialismus aufzuarbeiten. Die Dauerausstellung widmet sich dem Leben und Wirken Max Levens sowie weiteren Persönlichkeiten wie der Widerstandskämpferin Änne Wagner.
An der Eröffnungsfeier nahmen neben Bürgermeister Tim Kurzbach auch Vertreter von Landes- und Bundespolitik teil. Nachkommen Max Levens unterzeichneten das Goldene Buch der Stadt und erhielten eine Erinnerung an den historischen Ort. Kurzbach betonte, das MLZ solle zu einem lebendigen Raum des Dialogs werden – selbst zwischen Menschen mit gegensätzlichen Standpunkten.
Unterstützt wurde das Projekt unter anderem von der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen. Ab Sonntag, dem 2. November, ist das Zentrum von 11:00 bis 17:00 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich.
Das Max-Leven-Zentrum etabliert sich damit als fester Ort der Bildung und Reflexion. Es setzt sich mit Solingens Geschichte im Nationalsozialismus auseinander und fördert zugleich Debatten über Demokratie und Menschenrechte. Mit der öffentlichen Eröffnung beginnt seine Rolle als wertvolle Ressource für die Stadtgesellschaft.






