Stefan Raabs RTL-Comeback floppt – Millioneninvestitionen ohne Erfolg
Alexander MälzerStefan Raabs RTL-Comeback floppt – Millioneninvestitionen ohne Erfolg
Stefan Raabs Comeback bei RTL sollte die Streaming-Plattform RTL+ beflügeln. Der Sender garantierte seiner Produktionsfirma Aufträge im Wert von mindestens 90 Millionen Euro. Anfangs hoffte man, dass seine Formate neue Abonnenten gewinnen würden.
Raabs erste Show, „Hier gewinnst du keine Million“, sorgte zunächst für einen Zuwachs an Neuanmeldungen. Doch die Quoten fielen schnell – besonders bei jüngeren Zuschauern. Im Mai setzte RTL die Sendung ab und verlagerte sie ins klassische Lineares Fernsehen. Inga Leschek, Programmdirektorin von RTL Deutschland, räumte später ein, dass hybride Formate wie dieses schwer zu vermarkten seien.
Auch seine zweite Show, „Die Stefan Raab Show“, kämpft mit schwachen Einschaltquoten. Teilweise verzeichnet sie sogar weniger Zuschauer als sein vorheriges Format. Gleichzeitig bestätigte ein RTL-Mitarbeiter intern Frust über die hohen Kosten und die gedrückte Stimmung im Zusammenhang mit Raabs Projekten.
Der YouTuber Klengan behauptete, geringe Werbeeinnahmen durch die Shows hätten zu Entlassungen oder nicht verlängerten Verträgen geführt. Trotzdem betonte RTL öffentlich seine Zufriedenheit mit Raabs Arbeit und verwies auf die hohe Medienreichweite.
RTL+ sollte eigentlich die Zukunft des Senders prägen – mit Raab als Zugpferd. Doch seine Formate enttäuschten sowohl bei den Quoten als auch bei den Einnahmen. Die genauen finanziellen und betrieblichen Folgen für RTL bleiben unklar.






