Bottrop protestiert gegen Gewalt: Elf Jahre Kampf für den Schutz von Mädchen

Etta Scholl
Etta Scholl
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Eine Gruppe von Menschen marschiert mit einem Banner, auf dem "Solidarität und Feminismus" steht, die Straße entlang.Etta Scholl

Bottrop protestiert gegen Gewalt: Elf Jahre Kampf für den Schutz von Mädchen

Rund 80 Menschen trotzten am 14. Februar 2026 eisigen Temperaturen und leichtem Schneefall, um sich in Bottrop zu versammeln. Die Kundgebung markierte das elfte Jahr der Proteste gegen Gewalt an Mädchen und Frauen und wurde vom Frauenzentrum Courage im Rahmen der weltweiten One Billion Rising-Kampagne organisiert.

Das diesjährige Motto lautete Ni una menos – Mädchen in Flammen und lenkte die Aufmerksamkeit auf Femizide, die oft von aktuellen oder ehemaligen Partnern verübt werden. Zu den Teilnehmenden zählten Bottrops Oberbürgermeister Matthias Buschfeld, Schul- und Sozialdezernentin Karen Alexius-Eifert sowie die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Lehmann. Die Demonstration bot Live-Musik von A Mournful Experience und eine Tanzchoreografie unter der Leitung der Peter Frank Dance School.

Ziel der Kundgebung war es, auf die anhaltenden Versäumnisse beim Schutz von Mädchen und Frauen vor männlicher Gewalt hinzuweisen. Seit 2016 hat es in Deutschland politische Reaktionen auf geschlechtsspezifische Gewalt gegeben, darunter die Ausweitung der #Aufschrei-Bewegung 2017, eine Gedenkminute des Bundestags für die Opfer 2021 sowie die Stärkung des Gewaltschutzgesetzes 2024/2025 zur Verbesserung des Opferschutzes. Doch bei der Umsetzung hinkt Deutschland hinterher – im Gegensatz zu Spanien, das mit der Ley Orgánica 2021 nach der #NiUnaMenos-Bewegung konsequentere Reformen durchsetzte, darunter strengere Strafen und gezielte Fördermittel. Bis 2025 führten die spanischen Maßnahmen zu schnellerem gesellschaftlichem Wandel und niedrigeren Femizidraten, während Deutschland nur langsame Fortschritte verzeichnete.

Die Bottroper Demonstration reiht sich in die langjährige Forderung nach entschlossenerem Vorgehen gegen geschlechtsspezifische Gewalt ein. Zwar hat die Politik in Deutschland Schritte unternommen, doch Aktivistinnen und Aktivisten drängen weiterhin auf schnellere und wirksamere Schutzmaßnahmen für Mädchen und Frauen. Die Veranstaltung unterstrich die Notwendigkeit struktureller Veränderungen, um die anhaltenden Risiken zu bekämpfen.

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