Wasserstofftechnologie-Kurs macht Industriemeister fit für die Energiewende

Etta Scholl
Etta Scholl
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Drei Autos nebeneinander auf einem Parkplatz geparkt, mit einem Maschendrahtzaun dahinter und Gras auf der rechten Seite, wobei auf der Seite eines der Autos der Text 'Wasserstoffbetriebenes Fahrzeug' angezeigt wird.Etta Scholl

Wasserstofftechnologie-Kurs macht Industriemeister fit für die Energiewende

Neuer Weiterbildungskurs zu Wasserstofftechnologie bereitet Industriemeister auf die Energiewende vor

Ein neuer Schulungskurs im Bereich Wasserstofftechnologie hat Industriemeister erfolgreich auf den Umstieg zu sauberer Energie vorbereitet. Das Pilotprojekt der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen wurde von 16 Teilnehmenden erfolgreich abgeschlossen, die Ende Januar 2026 einen dreimonatigen Lehrgang durchliefen. Ziel der Initiative ist es, Fachkräfte mit dem nötigen Wissen auszustatten, das Unternehmen für den Wechsel zu wasserstoffbasierten Systemen benötigen.

Der Kurs mit dem Titel "Grundlagen der Wasserstofftechnologie für Industriemeister und -meisterinnen" entstand im Rahmen des H2!Academy-Projekts. Dieses ist Teil des übergeordneten Programms H2!Raum – Mittelstand Ruhr 2030, das die Zusammenarbeit von Wasserstoff-Akteuren in der Ruhrregion fördert. Die Finanzierung erfolgte durch das Bundesministerium für Bildung, Forschung und Technologie im Rahmen des T!Raum-Programms.

Am 29. Januar 2026 erhielten die Absolventinnen und Absolventen ihre Zertifikate. Der Lehrgang konzentrierte sich auf praktische Herausforderungen, vor denen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Umstellung auf Wasserstofftechnologie stehen. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden fielen durchweg positiv aus: Viele hoben das Potenzial von Wasserstoff in der Prozesswärme hervor und schätzten den fachlichen Austausch während der Veranstaltungen.

Ein lokales Unternehmen, die Heizungsbau Krings GmbH, plant bereits, Wasserstoff in Sinteröfen und Thermoprozessanlagen als Ersatz für Erdgas einzusetzen. Auch Prof. Dr.-Ing. Michael Brodmann betonte die Bedeutung von Wasserstoff für die Energiewende und verwies auf dessen Fähigkeit, erneuerbare Energien effizient zu speichern und zu transportieren.

Aufgrund des Erfolgs wird der Kurs überarbeitet und erneut angeboten. Die IHK Nord Westfalen arbeitet zudem daran, Wasserstofftechnologie in die reguläre Ausbildungsordnung für Industriemeister zu integrieren.

Das Pilotprojekt markiert einen wichtigen Schritt, um die Belegschaft auf die wachsende Rolle von Wasserstoff in der Industrie vorzubereiten. Da Unternehmen wie Heizungsbau Krings bereits konkrete Wasserstoffprojekte planen, kommt die Qualifizierung einem klaren Bedarf an Fachkräften entgegen. Künftige Kursversionen werden die Teilnehmerfeedback einbeziehen, um die Energiewende in der Region weiter zu unterstützen.

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